LEMWERDER - „Wie sollen sich hier ein Kind mit einem Fahrrad und eine ältere Frau begegnen können?“ Polizeihauptkommissar Manfred Meier steht auf dem Bürgersteig an der Deichstraße und versucht vergeblich, die Grundstücksgrenze zu sehen. Weit ragen die Triebe der Hecke in den öffentlichen Bereich und beeinträchtigen den Verkehr. „Da sollte möglichst bald etwas geschehen“, rät er.
Die Lage an der Deichstraße ist eine extreme. Dennoch sieht die Gemeinde Lemwerder sich auch dieses Jahr wieder genötigt, alle Grundstückseigentümer daraufhinzuweisen, den Überhang an Hecken, Büschen und Bäumen, die in den öffentlichen Verkehrsraum ragen, aus Gründen der Verkehrssicherheit bis zur Grundstücksgrenze zu entfernen. „Gehwege sind in einer Breite von 1,50 m und in einer Höhe von 2,50 Meter freizuhalten. Zudem dürfen die Zweige keine Straßen- und Fußweglampen sowie Lichtzeichenanlage und Schilder verdecken“, erklärt Gemeindemitarbeiter Dennis Paack.
Ändert sich an einer solchen Lage trotz Aufforderung durch die Gemeinde nichts, wird diese selbst aktiv und wird den Eigentümer die entstehenden Kosten in Rechnung stellen. Noch schlimmer dürfte es werden, wenn es wegen der mangelnden Pflege zu einem Unfall kommen sollte.
