Utrecht - Der Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze kostet die niederländische Rabobank Millionen und ihren Chef, Piet Moerland, den Posten: Er kündigte am Dienstag seinen Rücktritt an. Die Genossenschaftsbank muss 774 Millionen Euro zahlen. Das Institut räumte Fehlverhalten ein.
Die Bank hatte mit britischen, amerikanischen und niederländischen Behörden einen außergerichtlichen Vergleich getroffen, teilte die Rabobank mit. Drei Viertel der Summe fließen in die USA an das Justizministerium und die Finanzaufsicht CFTC.
Bei dem Skandal geht es vor allem um den in London fixierten Libor. Mitarbeiter mehrerer Großbanken hatten den Satz für die Referenzzinsen jahrelang mit falschen Angaben verschoben, um höhere Gewinne einzustreichen. Die bisherige Rekordstrafe bekam die Schweizer Großbank UBS mit 1,5 Milliarden US-Dollar.
