Ganderkesee - Schönemoor muss auch weiterhin ohne Gasthaus auskommen. Im Schönemoorer Dorfkrug werde höchstwahrscheinlich kein Gaststättenbetrieb mehr aufgenommen, sagte Makler Ibrahim Celik auf NWZ -Nachfrage. Er bietet die Immobilie derzeit im Namen von Eigentümer Helmut Wittenberg für einen Kaufpreis von 139 000 Euro an.

Seit rund zweieinhalb Jahren sind im Dorfkrug die Lichter aus. Pächterin Heide Logemann hatte den Betrieb aus Altersgründen aufgegeben(die NWZ  berichtete).

„Ich glaube nicht, dass wir eine Gaststätte wiederbekommen“, meint der Vorsitzende des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor, Harm Ehlers. „Wir würden uns natürlich wünschen, dass wir irgendetwas wiederbekommen.“ Das Gasthaus fehle schon im Ort, gerade was Feierlichkeiten angehe. Hier müsse man nun nach Hoykenkamp ausweichen, in den Gasthof Zum grünen Hof.

„Da lässt man sich etwas einfallen“ und nutze beispielsweise auch die Räumlichkeiten des Schützenvereins. Ein Dorfgemeinschaftshaus wäre in diesem Fall die Lösung. Doch dieser Vorschlag konnte bislang nicht durchgesetzt werden.

Auch im Bergedorfer Krug ist derzeit mit keinem gastronomischen Betrieb zu rechnen. Zuletzt war in dem Gebäude ein Museum zur Geschichte des Dorfkruges mit Fotos und historischen Schätzen untergebracht (dieNWZ  berichtete). „Das Museum wurde sehr gut angenommen“, sagt die Inhaberin der Immobilie, Irmgard Grundmann. Momentan sei jedoch nichts Konkretes geplant. Sie könne sich allerdings vorstellen, die Ausstellung im Sommer wieder zu öffnen.


Anders sieht es bei der einst verfallenen Traditionsgastronomie Landhaus Hasbruch in Bookholzberg aus. Auch hier blieben zuletzt die Türen für Besucher geschlossen. Nun hat Inhaber Schlemin Tezel, der das Gebäude von Grund auf renovieren ließ, Gespräche mit zwei möglichen Interessenten aufgenommen. Den Gaststättenbetrieb möchte er zukünftig verpachten. „Schließlich ist viel investiert worden“, meint er.

Tezel ist zudem Inhaber der ehemaligen Gaststätte „Zur Falkenburg“. 2003 wurde diese stillgelegt. Doch zur Zukunft des Gebäudes, in dem ehemals auch eine Poststation untergebracht war, wollte sich Tezel nicht äußern.