Hoykenkamp - Sehr zufrieden ist Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) mit der Neubewertung der B 212neu im Bundesverkehrswegeplan: „Das zeigt, dass wir auch im Norden mit Infrastrukturmaßnahmen gut bedient werden“, sagte der Minister am Donnerstag in Hoykenkamp, wo er die Firma Böning Automationstechnologie besuchte.
„Wir brauchen die B 212neu“, betonte Lies. Kernziel sei eine bessere Anbindung der Wesermarsch. Es gelte aber, „Lösungen zu finden, die nicht wieder andere zu Betroffenen machen.“ Richtigerweise werde daher in einem großen Kreis nach einer gemeinsamen Lösung gesucht, ohne dass ein neues Planfeststellungsverfahren erforderlich sei, fügte Lies mit Blick auf das im Juni gestartete Dialogforum hinzu.
Wie berichtet, war die vom Land Niedersachsen für den aktuellen Bundesverkehrswegeplan angemeldete B 212neu im Entwurf des Berliner Verkehrsministeriums zunächst nur als „weiterer Bedarf“ eingestuft worden. Lies persönlich und weitere Befürworter des Projektes setzten sich für eine Aufnahme in den „vordringlichen Bedarf“ ein. Dass es nun dazu kommt, wertet Lies als einen „Erfolg der ganzen Region“.
Kein Interesse mehr besteht in der Region indes an einer Westumfahrung von Delmenhorst. Diese Straße, die als „B 213neu“ über Ganderkeseer Gebiet führen sollte, „wird es nicht geben“, stellte der Landesverkehrsminister am Donnerstag klar. Dass unlängst das Land Bremen erneut auf eine Verbindung zwischen B 212neu und A 28 gedrungen hatte, ist für Lies nicht maßgeblich. Bei ihm sei diese Forderung bisher nicht angekommen, sagte er.
