LIETHE - Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Der Erweiterungsbau des BüFa-Werkes (Reaktionsharze) in Rastede-Liethe ist geplant, „wird aber aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage etwas nach hinten ’rausgeschoben“, erklärte Dirk Punke, technischer Leiter des Werkes, bei einem Besuch von Fraktions- und Vorstandsmitgliedern der CDU Rastede. Einen konkreten Zeitpunkt nannte Punke nicht. Alle Voraussetzungen für die Erweiterung sind indes gegeben. Das Grundstück ist gesichert, auch seitens der Kommune gibt es keine Probleme, hob Punke hervor.

„Wir haben ein gut geführtes Unternehmen vorgefunden“, bemerkte Gemeindeverbandsvorsitzender Torsten Wilters, der auch von den Sicherheitsmaßnahmen beeindruckt war – von den Sensoren, die jeden Störfall sofort melden, bis zum Bau der Halle als eine Art Wanne.

Wilters begrüßte auch das Verhältnis der Werksleitung zu den Anliegern. Die hatten schon bei der Inbetriebnahme 1996 eine Girlande gebunden und werden jährlich zu einem Grillfest eingeladen. Eine solche Entwicklung würde sich Wilters auch für das umstrittene und inzwischen beschlossene Industriegebiet in Ipwege an der B 211 wünschen. Den Termin bei Büfa hatte der Vorsitzende übrigens nicht „aus aktuellem Anlass“ – sprich Ipwege – anberaumt, „den hatten wir schon abgemacht, lange bevor sich die Situation dort zugespitzt hat“.

Bei der Diskussion mit der Werksleitung ging es auch um Arbeitsplätze. „Schon jetzt zeichnet sich ein Fachkräftemangel ab“, bemerkte Punke, „für uns umso mehr ein Grund, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein“. So sei das Unternehmen wegen seiner flexiblen Arbeitszeiten für Eltern und für die Einrichtung einer eigenen Kindertagesstätte erst kürzlich in Oldenburg ausgezeichnet worden. BüFa, so Punke weiter, fördere auch das Fach Chemie an Schulen.