Linden/Emden - Ehrenamtliche „Emsagenten“ haben nach Angaben des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND), Nabu und WWF (World Wildlife Fund) beunruhigende Untersuchungsergebnisse über die Nitratbelastung der Ems präsentiert. Seit März messen die Ehrenamtlichen die Nitratbelastungen von Flüssen, Bächen und Gräben in der Ems-Region, teilte der Nabu mit. Die Ergebnisse des Aktionszeitraums vom 15. bis 30. August bestätigten, dass zu viele Nährstoffe von den landwirtschaftlichen Flächen in die Ems und von dort in die Nordsee gelangen. Über 100 Bürger hatten teilgenommen und über 330 Wasserproben entnommen. Jede 5. Probe weise zu hohe Nitratwerte auf, jede 10. Probe sei gar „kritisch belastet“ bis „stark verschmutzt“. „Die Ergebnisse sind alarmierend“, sagt Vera Konermann, Wasserexpertin vom BUND Niedersachsen. Einzelne Messergebnisse reichten sogar bis zu 55 mg/l Nitrat. Ursächlich dafür sei die intensiv betriebene Landwirtschaft.