Lintel - Die Freude hielt bei Georg Hollmann nicht lange an: Kaum funktionierten Internet und Telefon wieder ein paar Tage, war der Linteler am Freitag voriger Woche erneut von der Außenwelt abgeschnitten.
Mit dem Telefon der Nachbarn wählte er mehrfach die Nummer der Störungshotline der EWE. Der erste Mitarbeiter teilte mit, dass das Problem in zehn Minuten gelöst sei. Einige Stunden später rief Hollmann erneut vom Telefon seiner Nachbarn aus an. Dieses Mal versicherte ihm ein anderer Mitarbeiter, dass die Störung in spätestens 45 Minuten behoben sei. Als sich auch dann nichts tat, rief Hollmann erneut an. Dieses Mal vertröstete ihn eine Frau: Das Problem sei in zwei Stunden behoben.
Aber erst am Dienstag löste die EWE das Problem tatsächlich. Sowohl Internet als auch Telefon funktionieren wieder.
„Die Störung hat technische Ursachen. Wir haben in den vergangenen Tagen bereits mehrere Möglichkeiten überprüft und eine Lösung erarbeitet“, erklärt EWE Tel-Pressesprecherin Anne-Christin Klare auf Nachfrage der NWZ . „Wir sind allerdings gerade noch in einer Abstimmung mit der Telekom, der die Leitungen gehören. Wir sind da auf die Mitarbeit der Telekom angewiesen. Daher kann es in den kommenden Tagen auch noch zu Beeinträchtigungen kommen“, so die Sprecherin.
Laut Hollmann entschuldigte sich Klare bei ihm und betonte, dass der Vorfall interne Konsequenzen haben werde: Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens müsse verbessert werden. Insgesamt schrieb der Konzern Hollmann 120 Euro für die letzten zwei Monatsentgelte sowie einen LTE-Stick gut, den er sich auf Anraten eines EWE-Mitarbeiters gekauft hatte.
Bereits im September war Hollmanns Leitung sechs Wochen lang „tot“.
