LITTEL - Der Anteil der Wertschöpfung sei hoch. 5,2 Millionen Menschen leben im so genannten ländlichen Raum.

Von Werner Fademrecht

LITTEL - Für den Erhalt der ländlichen Region und ihrer typischen Stärken hat sich CDU-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Bley aus Garrel auf dem Erntefest in Littel ausgesprochen. Mit seiner vorbildlichen Zusammenarbeit im Kleinen besäße das ländliche Modell des Zusammenlebens sogar Vorbildcharakter für die Politik, so der Abgeordnete. Bley trat am Sonntag als Festredner im Litteler Krug auf.

Seine Überzeugung von der Bedeutung der Dörfer zieht der Christdemokrat unter anderem aus statistischem Material. Laut Bley leben derzeit 5,2 Millionen Menschen in Niedersachsen – das sind zwei Drittel aller Bürger – im so genannten ländlichen Raum. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen nähmen drei Viertel der gesamten Fläche Niedersachsens ein. Der Anteil der Landwirtschaft an Niedersachsens Wertschöpfung betrage sogar 80,3 Prozent.

Darüber hinaus verteidigte der Landtagsabgeordnete den Abbau der Bezirksregierung als notwendige Bürokratie-Verschlankung und kündigte an, die CDU werde sich für notwendige Dorferneuerungsmaßnahmen einsetzen.

Die Vorsitzende des Heimatvereins und der Dorfgemeinschaft Littel, Ingrid Lüschen, räumte in ihrer Begrüßungsrede ein, dass Regen und kühle Witterung den Landwirten in diesem Sommer die Getreideernte ziemlich „verhagelt“ hätten. Trotz dieser Enttäuschung wolle man aber die „grode Arntefier“ feiern. „Erntefeste sind eine gute Tradition, die es zu erhalten gibt“, bekräftigte Lüschen. Die Vorsitzende dankte Inken Wellmann für den Erntespruch, der Dorfjugend für das Binden der Erntekrone sowie der „alten Garde“ Günter Griepenkerl, Heinrich Hoes und Ewald Wilmsmann für das Mähen des Getreides.


Das Erntefest hatte am Freitag mit einem Laternenumzug für die Kinder begonnen, am Sonnabend folgte ein Kindernachmittag und der traditionelle Festball. An der sonntäglichen Erntefeier im Saal des Litteler Krugs nahmen viele geladene Ehrengäste teil, darunter der Erste Kreisrat des Landkreises Oldenburg Rolf Eilers und Wardenburgs Bürgermeisterin Martina Noske.