Littel - Die Stimmung bei Fred und Malte Bunjes ist gut – trotz Corona. „Der Laden war zwar längere Zeit geschlossen, aber die Werkstatt konnten wir die ganze Zeit offenhalten“, erzählen die Inhaber der gleichnamigen Firma für Motorgeräte in Littel. „Und wir merken, dass die Kunden im Moment mehr in ihren Garten investieren, weil sie nicht in den Urlaub fahren konnten.“ Insbesondere Mähroboter seien im Moment ein großer Trend – zur privaten Nutzung, aber auch für Sportanlagen. „Diese Mähroboter sind sehr leistungsstark und mähen gezielte Bahnen“, erklärt Fred Bunjes. Bis zu fünf Sportplätze schaffe ein solches Gerät.
Durch die Krise tragen
Die positive Bilanz freut Philipp Albrecht. Der junge CDU-Kandidat für die Bundestagswahl ist derzeit in seinem Wahlkreis unterwegs – von der Wesermarsch über Delmenhorst bis zum Landkreis Oldenburg –, um mit Gewerbetreibenden ins Gespräch zu kommen. Am Donnerstag standen mehrere Besuche bei Wardenburger Firmen auf dem Programm. Neben Bunjes waren dies auch das Autohaus Rabe, der Wardenburger Hof, Kröger Gartentechnik und der landwirtschaftliche Betrieb von Jörg Brandes. „Das sind natürlich ganz unterschiedliche Betriebe, deren Situation nicht vergleichbar ist“, so Albrecht. „Viele Branchen sind von Corona schwer getroffen, aber es gibt auch einige, die ein gutes Jahr hatten. Das ist wichtig, weil diese Firmen uns durch die Krise tragen werden“, betont der 25-Jährige.
Die Region sei geprägt von traditionsreichen Unternehmen. „Da erfahre ich tolle Geschichten“, sagt er. Auch die Firma Bunjes wird mit Malte Bunjes inzwischen in der vierten Generation betrieben, seit Anfang 2020 sind Vater und Sohn beide Geschäftsführer der 1928 gegründeten Firma.
Auf Stärken besinnen
Mit ihren elf Mitarbeitern behaupten sich Fred und Malte Bunjes auch gegen die Mitbewerber im Internet. „Wir können einen ganz anderen Service bieten“, sagen sie. „Wir leisten Reparaturen vor Ort, haben Ersatzteile auf Lager und können unsere Kunden ganz anders betreuen als ein reiner Online-Anbieter“, wissen sie um ihre Stärke. Für Philipp Albrecht steht nach dem Besuch der Wardenburger Firmen fest: „Die Gemeinde hat durch ihre starken Betriebe und die gute Lage in der Nähe der Autobahn und der Stadt Oldenburg viel Potenzial.“
