LöNINGEN - Viele Gläubige suchen das Gespräch mit ihrem Geistlichen. Für seine Arbeit sieht er Perspektiven.
Von Karl-Heinz Lübbehüsen
Ihren ganz besonderen Freudentag hatten gestern die katholischen Kirchengemeinden Löningen und Evenkamp. Unter großer Anteilnahme der Gläubigen trat der 35-jährige Priester Bertholt Kerkhoff sein Amt als Pfarrer von St. Vitus (Löningen) und Pfarrverwalter von St.-Johannes-Baptist (Evenkamp) an. Unterstützt von Ex-Pfarrer Josef Saalfeld, Kaplan Johannes Kabon und Priestern aus den Nachbargemeinden geleitete Dechant Ludger Fischer (Lindern) Kerkhoff an seine neue Wirkungsstätte, übergab ihm die Ernennungsurkunde sowie das Evangeliar und führte ihn zum Taufbecken, als äußeres Zeichen der Einsetzung.
Vor dem Kirchenportal begrüßten die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Maria Hemme und Ria Mastall den Seelsorger. In seiner ersten Predigt in St. Vitus bekannte Kerkhoff, kein fertiges Konzept für die zukünftige Arbeit zu haben, doch er sehe Perspektiven. Als Ziel strebe er eine realisierbare Frömmigkeit an, so der Geistliche.
Ausgehend von der zweiten Lesung des Sonntags entwickelte er den Grundriss eines kirchlichen Miteinanders, um Zeugen der Frohen Botschaft werden zu können. Die Gemeinde müsse ein Ort sein, der Menschen in seinen Bann ziehe, wo sich Menschen untereinander und Gott begegnen können. Mit dem Wunsch auf ein gutes Gelingen und eine gute Weggemeinschaft schloss er. Im Anschluss hatten den Gläubigen Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen im Festzelt erste Gespräche mit ihrem neuen Pfarrer zu führen.
Kerkhoff war vor dem Wechsel nach Löningen und Evenkamp Kaplan an St. Anna (Dinklage) und St. Gertrud (Lohne). Er stammt aus Ahaus-Wüllen (Nordrhein-Westfalen). Als erste Aufgabe erwartet ihn die Zusammenlegung der Pfarreien Löningen, Evenkamp, Bunnen und Benstrup, die nach den Vorgaben des Bischöflich Münsterschen Offizialats Vechta im Oktober abgeschlossen sein soll.
