LöNINGEN - Die Stadt Löningen will ein so genanntes integriertes kommunales Klimaschutzkonzept erarbeiten. Das haben Bürgermeister Thomas Städtler und Reiner Tippkötter, Chef des begleitenden Instituts „infas enermetric“ am Mittwoch in Löningen erläutert. Beide hoffen dabei auf das Interesse und das Engagement von Bürgern und Firmen, denn ohne sie werde es nicht gehen.

Ein herausragendes Ziel ist dabei die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Damit soll geholfen werden, das Ziel der Bundesregierung zu realisieren, den Ausstoß bis 2020 um 40 Prozent – gemessen am Jahr 1990 – zu verringern. Derzeit seien 27 Prozent erreicht, so Tippkötter. Diese Bilanz profitiere aber von der Schließung „einiger Dreckschleudern im Osten“. Es müsse noch einiges erreicht werden.

Dafür gebe es aber auch noch viel zu tun. Zunächst soll eine Analyse zeigen, wie es um die Ausstöße stehe. Erfahrungsgemäß, so Tippkötter, dessen Institut unter anderem auch für die Städte Cloppenburg und Leer arbeitet, dritteln sich die Umweltbelastungen durch Kohlenmonoxid in durchschnittlichen Kommunen auf Wirtschaft, Haushalte und Verkehr.

Nach der Analyse sollen die Bürger in einer großen Auftaktveranstaltung am 20. September im Forum Hasetal mit den Fakten vertraut gemacht und für die weitere Mitarbeit in Workshops gewonnen werden. Jeder könne etwas tun, sagen Tippkötter und Städtler. Es fange beim Abschalten der Stand-by-Funktionen von Elektrogeräten und beim richtigen Heizen und Lüften an, und auch in der Wirtschaft lasse sich einiges tun. Städtler nannte als sehr positives Beispiel die Löninger Druckerei Schmücker, die bereits mehrfach für energie- und ressourcensparendes Arbeiten ausgezeichnet worden sei.

Das Projekt folgt dem so genannten Dreiklang Energieeinsparung, Energieeffizienzsteigerung und Einsatz regenerativer Energien. Es ist auf ein Jahr angelegt und wird vom Bundesumweltministerium zu zwei Dritteln gefördert.


Bei der Stadtverwaltung werden sich zwei Mitarbeiterinnen um die Projektbetreuung kümmern: Kerstin Thaler und Christina Bego-Ghina waren am Mittwoch auch schon bei der Präsentation im Rathaus dabei.