LöNINGEN - „Wenn nur fünf Leute gekommen wären, hätten wir aufgehört, aber jetzt haben wir neuen Mut gefasst.“ Ulf Dunkel, einer der Sprecher der Bürgerinitiative „Ausbau der B 213 Nein!“, zeigte sich angesichts der rund 120 Leute, die zur Informationsveranstaltung der BI in den „Elberger Hof“ gekommen waren, in dem Bestreben der BI bestärkt, weiter gegen den vierspurigen Ausbau der Bundes- und Europastraße zwischen Cloppenburg und der Emsland-Autobahn mobil zu machen.
Der Ausbau, so Dunkel, sei noch lange nicht beschlossene Sache. Allerdings versuchten die Befürworter, diesen Eindruck zu vermitteln. Die BI sei dagegen zuversichtlich, dass der Ausbau zumindest in den nächsten Jahren am fehlenden Geld scheitert.
Die BI setzt weiter auf ein Durchfahrtsverbot für den Transit-Lkw-Verkehr. „Das würde sofort Entlastung für die Straße und mehr Platz für den Zielverkehr bringen“, so Dunkel. Sollte der Ausbau durchgesetzt werden, könnte die Straße frühestens 2025 fertig sein, rechnet Dunkel vor.
„Und die Leute müssen sich darüber im Klaren sein, dass das dann eine Autobahn ist, die man nicht mehr so einfach überqueren kann“, so Dunkel. Zurzeit sei eine Querung der 83 Kilometer langen Strecke noch an rund 120 Straßen und Wegen möglich. Nach einer etwaigen Fertigstellung werde es nur noch etwa 22 Stellen geben.
Das Transit-Verbot würde zudem noch Geld in die Kassen des Bundes spülen, rechnet Dunkel außerdem vor: Die zumeist holländischen Lkw würden wieder über die mautpflichtigen Autobahnen fahren müssen.
Der Ausbau würde den Steuerzahler dagegen viel kosten. Offizielle Kalkulationen lägen bei rund 340 Millionen Euro – gerechnet auf der Basis von 1998. Mittlerweile, so Dunkel, dürfte die Summe viel höher ausfallen.
Die Bürgerinitiative bezweifelt im Übrigen die Ergebnisse der Verkehrswirtschaftlichkeitsuntersuchung. Die Zahlen seien schöngerechnet. Dunkel spricht gar von Fälschungen.
