LöNINGEN - LÖNINGEN - Mit der Fällung von acht großen und 20 heranwachsenden Bäumen an der Landstraße zwischen der Stadt Löningen und Bunnen hofft die Unfallkommission des Landkreises Cloppenburg, einen weiteren Brennpunkt entschärft zu haben. Das Straßenbauamt Lingen beseitigte gestern den Baumbestand, der in Höhe des Industriegebiets in Fahrtrichtung Essen auf dem Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Radweg stand.

In den vergangenen drei Jahren ereigneten sich auf dem Abschnitt 24 Verkehrsunfälle, bei denen drei Menschen getötet, fünf schwer und vier leicht verletzt wurden. Bei einer Acht-Jahres-Bilanz waren fünf Tote, 15 schwer und 18 leicht Verletzte zu beklagen.

„Der größte Teil der Bäume stand so dicht am Fahrbahnrand, dass die Installierung von Schutzplanken unmöglich war“, erläuterte Polizeihauptkommissar Klaus Fangmann gestern gemeinsam mit Franz Kleene von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Lingen) und Clemens Averbeck vom Landkreis Cloppenburg die Notwendigkeit der Fällaktion. Gegen Schutzplanken hätten zudem Ackerzufahrten gesprochen. Mehrere Bäume seien außerdem derart geschädigt gewesen, dass sie ohnehin gefällt werden mussten. Und mit der mit dem Land Niedersachsen und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Cloppenburg abgestimmten Fällung werde zudem verhindert, dass der Radweg weiter durch Wurzeln beschädigt werde. In Fahrtrichtung Löningen waren bereits im vergangenen Jahr Schutzplanken installiert worden.

Kriterium für Maßnahmen durch die Unfallkommission ist, dass sich auf einem Kilometer in drei Jahren drei Unfälle mit schwerem Personenschaden zutragen. Unfallschwerpunkt Nummer eins ist laut Fangmann die Strecke Cloppenburg-Molbergen, die Straße zwischen Löningen und Bunnen liegt an zweiter Stelle und an dritter die zwischen Markhausen und Ellerbrock, an der vor kurzem rund 60 Bäume entfernt wurden.