Löningen - Der zur Graepel AG gehörende Beschichtungsspezialist Oberflächentechnik Löningen GmbH & Co KG, kurz OTL, hat vor kurzem seine Produktion signifikant umgestellt. Bei OTL erhalten auch Graepels innovative DuraVent-Lochbleche ihr Finish. „Diese Bleche zählen zu den fortschrittlichsten Lüftungs- und Schutzgittern, die für Fahrzeuge, Baumaschinen und Agrargeräte derzeit erhältlich sind“, unterstreicht Geschäftsführer Markus Pape.
Er übertreibt nicht: Nicht zuletzt dank seiner neuen widerstandsfähigen Beschichtung widerstehen sie jetzt mehr als 1000 Stunden im genormten Salzsprühnebeltest. „Das ist ein Spitzenwert, der für solche Bauteile bislang unerreichbar schien“, sagt Pape. Man liege damit im Spitzenfeld der Branche. „Und zwar weltweit.“
Der erfahrene Manager kam 2014 vom Mutterkonzern zur damals neu gegründeten OTL. Anfangs habe man wie andere auf konventionelle KTL-Beschichtungen gesetzt. Als das Volumen stieg und Graepel auch Teile für Nobel-Sportwagen entwickelte, habe man zwei Gänge hochgeschaltet: „Wir haben sowohl bei der Qualität als auch Produktivität zugelegt.“ Einen wichtigen Faktor stellen die neuen Pulverbeschichtungsanlagen dar. Spezielle Dichtstrompumpen erzeugen mit geringer Geschwindigkeit eine ungemein feine Farbwolke. „Deren Haftungspotenzial ist deutlich größer“, führt Pape fort. Selbst filigrane Strukturen und Vertiefungen ließen sich damit hochwertig vergüten. Kontrolliert werde engmaschig, etwa durch tägliche Salzsprühnebeltests im eigenen Labor. „Die Ergebnisse sind konstant, wir sind sehr zufrieden.“
Damit sei man betriebswirtschaftlich auf gutem Kurs: Man benötige erheblich weniger Zeit und Lack, was die Kosten senke und der Umwelt zu Gute käme. Mit rund 50 Mitarbeitern veredelt OTL auch Bauteile für andere Hersteller im Lohnauftrag. Als Konzern setzte man im letzten Geschäftsjahr rund 80 Millionen Euro um, erwirtschaftet von 575 Beschäftigten.
