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LOGISTIK Niedersachsen peilt magische Marke an

Mehrere Häfen werden erweitert. Hirche will Kooperation mit Hamburg und Bremerhaven.

Von Rüdiger zu Klampen

und unseren Agenturen

Hannover

– Niedersachsens Häfen wollen ihren Umschlag in den nächsten fünf Jahren massiv steigern und die Marke von 100 Millionen Tonnen knacken. Dazu beitragen soll vor allem der geplante Tiefwasserhafen Jade-WeserPort in Wilhelmshaven. Zudem sollen andere Häfen ausgebaut werden. Wie Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) am Montag in Hannover mitteilte, stieg der Umschlag in den Häfen 2007 um ein Prozent auf 64,6 Millionen Tonnen.

Hirche sagte, er rechne damit, dass die Zahl der direkt und indirekt an den Häfen Beschäftigten von derzeit rund 74 000 in den nächsten Jahren um zehn bis zwanzig Prozent wachsen werde.

Im Jade-Weser-Port sollen pro Jahr rund 30 Millionen Tonnen umgeschlagen werden. Wachstumspotenzial sieht die Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen außerdem zum Beispiel für die Häfen Stade, Brake und Emden. Sie sollen erweitert werden. Insgesamt sind bis zum Jahr 2013 Investitionen in Höhe von rund 200 Millionen Euro zum Ausbau der Häfen geplant.

Verbessert werden sollte aus Sicht Hirches die Zusammenarbeit mit Bremerhaven und Hamburg. Nur mit einem „Hafensystem Deutsche Bucht“ blieben die deutschen Nordsee-Häfen gegenüber Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam konkurrenzfähig. So könnten die deutschen Nordsee-Häfen international gemeinsam vermarktet werden, außerdem könne die Hafenplanung aufeinander abgestimmt werden, sagte Hirche. Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall habe ihm geschrieben, die Vorschläge seien „erwägenswert“. Das Thema Hafenplanung sei aber sensibel, sagte Hirche.


In den Häfen zeigten die gezielten Investitionen Wirkung, meinte Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der Seaports of Niedersachsen GmbH (Oldenburg).

Brake schaffte im zweiten Halbjahr 2007 eine „bemerkenswerte Aufholjagd“ unter anderem mit deutlich mehr Getreide. Im Gesamtjahr beträgt das Minus, das u.a. auf die US-Krise zurückzuführen ist, etwa zwei Prozent (auf 5,377 Millionen Tonnen).

Nordenham legte 2007 um fast vier Prozent auf 3,9 Millionen Tonnen zu. Der Stahlbereich wuchs um 36 Prozent auf 367 000 Tonnen.

Wilhelmshaven meldete ein schwächeres Umschlagvolumen von 42,7 (Vorjahr: 43,1) Millionen Tonnen.

Emden glänzte mit einem Umschlag von 4,133 Millionen Tonnen – ein Plus von neun Prozent. Erstmals wurden mehr als eine Million Autos über Emden verladen (plus neun Prozent). Starkes Wachstum wurde auch mit Windkraftanlagen und Forstprodukten erzielt.

Die drei kommunalen Seehäfen Leer, Oldenburg und Papenburg schafften gemeinsam ein Plus von etwa fünf Prozent auf 757 000 Tonnen, Cuxhaven legte um sechs Prozent auf 1,98 Millionen Tonnen zu, Stade-Bützfleth meldete 5,6 Millionen Tonnen (plus 15 Prozent).

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