Thüle - Viel Lob und Anerkennung sowie zahlreiche Glückwünsche gab es auf der Freisprechungsfeier der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle Oldenburg-Süd, im Saal Sieger in Thüle für 79 junge Auszubildende in den Berufen Hauswirtschaft, Landwirtschaft und Tierwirt. Kreislandwirt Hubertus Berges, der mit Kreislandfrau Ursula Ahrens die Ausbildungsurkunden an die Freigesprochenen überreichte, betonte in seiner Begrüßung, dass die Landwirtschaft einer der größten Träger der Wirtschaft in Deutschland sei und das Oldenburger Münsterland mitten im Geschehen stehe.

Eine der größten Ressourcen der Region sei die gute Ausbildung der Menschen. Den Prüfungsabsolventen gratulierte er zum Erfolg. Er empfahl den jungen Leuten, sich weiterzubilden, um die Zukunft aktiv mitgestalten zu können. Ein lebenslanges Lernen sei heute gefragt, so Berges. Dank zollte er den Ausbildungsbetrieben, Lehrern, Vertretern der Landwirtschaftskammer und Eltern für ihren Einsatz zu Gunsten der Ausgebildeten. Sein besonderer Gruß galt zu Beginn neben den Prüflingen und ihren Eltern dem Festredner Landrat Johann Wimberg, Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann sowie den Vertretern der Schulen und der Landwirtschaftskammer.

Landrat Johann Wimberg beglückwünschte die Prüflinge zum Erfolg und lobte die hohe Zahl von Auszubildenden in den „grünen Berufen“. Mit intensiver Vorbereitung sowie Ausdauer und Konzentration hätten die Prüflinge ein Ziel erreicht, auf das sie mit Stolz blicken könnten. Gefragt seien in landwirtschaftlichen Berufen Eigeninitiative, Entscheidungsfindung, betriebswirtschaftliche Fähigkeiten und ein stetiger Informationsaustausch. Um künftige Herausforderungen zu meistern, brauche man jungen, innovativen Nachwuchs. Wimberg unterstrich zudem den Stellenwert der Landwirtschaft im Landkreis Cloppenburg. Die Ausbildungszahlen in den „grünen Berufen“ seien hier – mit Ausnahme der Hauswirtschafterinnen – im Gegensatz zum Bund steigend.

Der Landkreis zähle zu den bedeutendsten Ausbildungsstandorten für landwirtschaftliche Berufe. Angesprochen wurden von Wimberg auch Konflikte auf Grund der hohen Viehdichte mit Einwohnern, Natur und Umwelt. An Lösungen, die eine Entwicklung der Betriebe ermögliche, werde gearbeitet. Vorbehalte bei Biogasanlagen sollten durch modernste Technik ausgeräumt werden. Bei der regenerativen Stromerzeugung sei der Landkreis mit 119 Anlagen bundesweit in der Spitzengruppe. Die positive Entwicklung der Landwirtschaft sei für den gesamten Raum wichtig, da die mit ihr verknüpften Betriebe eine große Bedeutung für die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätze hätten.

Mit Präsenten für gute Prüfungsleistungen wurden Jana Frilling, Heinrich Abeln, Harm Broocks, Nadine Klitte-Ehlers und Regina Albers ausgezeichnet. Als beste Jahrgangsvertreterin der Hauswirtschafterinnen dankte Jana Frilling allen Helfern, den Ausbildern, Lehrern und Eltern für ihre Unterstützung und würdigte die Vielfältigkeit, die ihre Berufe beinhalteten. Danach wurden die Erfolge im Rahmen eines Festballs gefeiert.