Barßel/Wiesmoor - Eine neue Agenda für die weitere Zusammenarbeit wurde von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Fehngebiet in Wiesmoor verabschiedet. Nach Monaten intensiver Arbeit wurden die Bausteine der neuen Entwicklungsstrategie im Rathaus festgelegt. Unter dem Motto „Gemeinsam auf zu neuen Ufern – Zukunft aktiv gestalten“ möchte sich die LAG im Januar beim Landwirtschaftsminister um die Vergabe der Leader-Mittel für den Zeitraum 2014 bis 2020 bewerben (die NWZ berichtete).
Das in Hannover vorzulegende Konzept müsse optimal auf die Erfordernisse in der Region und neue Herausforderungen zugeschnitten sein und in einem landesweiten Wettbewerb überzeugen, so Andrea Sope von der LAG-Geschäftsstelle. Es gehe in der Strategie um Themen wie regionale Wirtschaftsentwicklung, Demografischer Wandel, Klima- und Umweltschutz, Tourismus, Landwirtschaft, Innenentwicklung, Kulturlandschaft, Versorgung und Mobilität, Ehrenamt und Bildung, erklärt Barßels Bürgermeister Nils Anhuth.
Neben der Darstellung der Entwicklungsstrategie legen EU und Land dabei besonderen Fokus auf intensive Bürgerbeteiligung, auf das Formulieren von klaren Förderbedingungen, auf transparentes Auswahlverfahren für spätere Projekte und ein schlüssiges Konzept für die Erfolgskontrolle. Wenn die Strategie überzeugt, stehen der Fehnregion bis 2020 EU-Fördermittel in Höhe von voraussichtlich 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.
In den vergangenen Monaten haben viele kluge Köpfe mitgearbeitet. Ein Meilenstein war die Zukunftskonferenz im September in Remels. Daran nahmen rund 150 Bürger teil. Gesammelt wurden regionales Wissen, Einschätzungen und Ideen für das Regionale Entwicklungskonzept. Auch konnten in den vergangenen Monate neue private Akteure mit breitem Sach- und Fachverstand für eine Mitarbeit gewonnen werden. Sie wurden am Mittwoch offiziell aufgenommen. Insgesamt sind inklusive Anhuth sieben Vertreter aus der Gemeinde in der LAG vertreten.
Mit Unterstützung der Büros „KoRiS“ aus Hannover und „NTI“ aus Varel haben Andrea Sope und Felix Käufler von der Geschäftsstelle auf dieser Basis die Struktur für das aktualisierte Konzept erstellt und mit der LAG weiterentwickelt. Bausteine sind das Fehngebiet als attraktive Wirtschaftsregion, als generationengerechte Lebensregion, als wertvolle Kulturregion, als verantwortungsbewusste Naturregion und als reizvolle Wohnregion.
In den nächsten Wochen wird das Konzept auf dieser Grundlage abschließend in Textform gebracht und erhält den letzten Feinschliff, so dass die Endfassung Anfang Januar von der LAG verabschiedet und am 12. Januar dem Landesbeauftragten Franz-Josef Sickelmann beim Amt für regionale Landesentwicklung in Aurich überreicht werden kann. „Ich bin mir sicher, dass eine Strategie erarbeitet wurde, die nicht nur auf der erfolgreichen Arbeit der vergangenen Jahre aufbaut, sondern vor allem auch das Land Niedersachsen davon überzeugen wird, dass das Fehngebiet auch in Zukunft ein verlässlicher Partner zur Abwicklung des Leader-Programms ist“, sagt Anhuth.
