LOY - Donnerstagmorgen, kurz nach 10 Uhr: Bei herrlichem Sonnenschein tummeln sich etliche mit Eimer und Körbchen „bewaffnete“ Sammler auf der Heidelbeerplantage von Udo Christian Funch. Emsig werden die Heidelbeeren vom Strauch gepflückt und wandern in Körbchen und Eimer oder – in den Mund. „Seit Ende Juni sind bei uns bereits die Heidelbeeren auf den Feldern reif“, berichtet Hofbesitzer Udo Christian Funch. Drei Wochen früher als normal, wie der Landwirt ergänzt.

Das hat sich bei den „Heidelbeerliebhabern“, wie Helga Wiggers aus Oldenburg, schon herumgesprochen. „Ich pflücke schon seit Jahren hier Heidelbeeren. Das Selbstpflücken macht richtig Spaß“, sagt die Oldenburgerin, die heute gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter Svea die blauen Beeren in die mitgebrachten Eimer und Körbchen plumpsen lässt. „Ich mache aus den Heidelbeeren Marmelade oder nutze sie als Kuchenbelag“, berichtet Heidelbeer-Fan Wiggers

2,80 Euro zahlt sie pro Kilo selbst gepflückte Heidelbeeren. Beim Pflücker nebenan wandern die meisten Beeren erstmal in den Mund. Plantagenbesitzer Funch stört der Sofortverzehr nicht. „Bei uns werden die Leute nicht hinterher gewogen“, lacht der studierte Landwirt.

Funch setzt seit 20 Jahren auf die Heidelbeere. Auf acht Hektar landwirtschaftlicher Anbaufläche wächst auf Gut Loy die blaue Beere. In einer Erntesaison vermarktet Funch rund vierzig Tonnen Kulturheidelbeeren. Er ist damit der größte Heidelbeeranbauer im Ammerland. Deutschlandweit werden inzwischen auf 2000 Hektar Fläche die kleinen blauen Beeren angebaut. Hauptanbaugebiet ist die Lüneburger Heide.

„Die Blaubeere ist ein heißer Tipp für ernährungsbewusste Menschen. Denn sie hat wenig Kalorien und ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen“, berichtet der promovierte Agrarwissenschaftler Funch. Aufgrund ihrer neutralisierenden Wirkung auf zellschädigende Umwelteinflüsse wird sie von Medizinern auch „das blaue Wunder“ genannt.


Vornehmliches Einsatzgebiet der blauen Frucht bleibt die schnelle Küche. Entweder roh, als Belag für Kuchen, als Beilage zu Eis oder als Grundlage für Marmelade eignet sich die Frucht. „Heidelbeeren lassen sich auch sehr gut einfrieren“, sagt Funch.

Auf Gut Loy wird auch leckerer Wein und Saft aus Heidelbeeren verkauft. Die Vermarktung in Loy geschieht über Selbstpflücken, Marktstände und den Verkauf an Erzeugergemeinschaften. An die robusten Pflanzen kommen in Loy nur reichlich Wasser, wenig Dünger und keinerlei Pestizide. „Deshalb kann man die Beeren auch problemlos sofort verzehren“, sagt Udo Christian Funch.

Geöffnet ist die Heidelbeerplantage zum Selbstpflücken auf Gut Loy, Dorfstraße 13, täglich von 9 bis 18 Uhr sowie sonntags in der Zeit von 9 bis 13 Uhr.

Heidelbeeren

sind ein Tipp für bewusste

Ernährung