Berlin - Der Luftfahrtboom in vielen Teilen der Welt beschert der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie zweistellige Umsatzzuwächse. Nach einem Plus von 10,3 Prozent im vergangenen Jahr erwartet der Branchenverband BDLI, dass es in diesem Jahr mindestens genauso stark aufwärts geht. „Die Auftragsbücher sind voll“, sagte der Präsident Lutz Bertling am Dienstag in Berlin.

„Unsere Herausforderung besteht nun darin, das Wachstum zu bewältigen.“ Manche Unternehmen müssten in den nächsten Jahren die Produktion um 40 Prozent hochfahren, ihre Lieferketten sichern und um Fachkräfte kämpfen.

2012 erreichte der Branchenumsatz 28,4 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten wuchs um 3,4 Prozent auf 100 000 und war damit erstmals sechsstellig.

Während die Wehrtechnik ein Umsatzminus von 0,5 Prozent verzeichnete, geht es der zivilen Luftfahrt als wichtigstem Sektor ( plus 14,2 Prozent) wie auch der Raumfahrt (plus 11,9) „sehr, sehr gut“, wie Bertling sagte. Mit 4600 bestellten Maschinen habe etwa Airbus sieben bis acht Jahre zu tun. Aber auch die vielen Mittelständler stünden gut da. Das „Sorgenkind“ ist der Rüstungssektor.