Berlin/Frankfurt - Erneute Nervenprobe für Passagiere der Lufthansa: Die Gewerkschaft „Verdi“ verschärft am kommenden Montag den Warnstreik bei Europas größter Fluggesellschaft. Die Gewerkschaft hat für den ganzen Tag und nahezu flächendeckend das Bodenpersonal aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen.
Direkt betroffen sind demnach Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart, Hannover, Düsseldorf, Köln und Norderstedt. Lufthansa erwartet in der Folge des Arbeitskampfes Flugausfälle vor allem zu deutschen und europäischen Zielen. Langstreckenflüge sollen möglichst stattfinden, teilte die Airline am Freitag mit. Einen genauen Flugplan will Lufthansa am Sonnabendabend im Internet bereitstellen. Die Fluggäste müssen sich auf Hunderte Flugausfälle einrichten.
Es ist bereits die zweite Welle von Arbeitsniederlegungen in dem Tarifkonflikt um Entgelte und Arbeitsbedingungen von rund 33 000 Technikern und Serviceleuten. Am 21. März waren bei einem weit kürzeren Warnstreik 700 Flüge ausgefallen.
Das Unternehmen erwartet in der Folge einen zweistelligen Millionenschaden, sagte ein Sprecher. Die nächste Verhandlung steht am 29./30. April an. Lufthansa prüft rechtliche Schritte gegen die Gewerkschaft.
