• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Lufthansa folgt Ryanair-Modell

02.06.2015

Frankfurt /Wien /Kuala Lumpur Die Lufthansa will neue Flugzeuge ihrer geplanten europaweiten Billigplattform Eurowings unter einer österreichischen Lizenz (AOC) anmelden, unabhängig vom tatsächlichen Einsatzort. Das kündigte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einem Interview mit der österreichischen Zeitung „Presse am Sonntag“ an. Nicht davon betroffen sind die bereits in Deutschland angemeldeten Jets der Fluggesellschaften Germanwings (60) und Eurowings (23), wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt erläuterte. Das von Spohr angekündigte Verfahren gilt zunächst für zwei neue Eurowings-Jets, die im Herbst in Wien stationiert werden, und künftige Neuzugänge außerhalb Deutschlands.

Inklusive der 83 deutschen Jets und perspektivisch sieben Langstreckenfliegern der Sun-Express Deutschland sollen bald mehr als 100 Flugzeuge unter der Dachmarke Eurowings unterwegs sein. Damit entsteht der drittgrößte Billigflieger Europas hinter Ryanair und Easyjet.

„Die flugbetriebliche Zulassung des neuen Eurowings wird in Wien sein, die österreichischen Behörden werden damit für die Genehmigungsverfahren zuständig sein und die Flugzeuge die Österreich-Kennung durch Europa tragen“, sagte Spohr in dem Interview. Die in Wien stationierten Flugzeuge sollen mit Besatzungen der Konzerntochter Austrian Airlines (AUA) fliegen. Der neue Tarifvertrag der AUA mache dies möglich. Für Wien habe zudem das starke Passagieraufkommen im touristischen Segment gesprochen.

„Neue Jobs bei Eurowings entstehen dort, wo die Flugzeuge stationiert sein werden“, sagte Spohr weiter. Neben Wien war unter anderem Basel als neue Eurowings-Station im Gespräch. Lufthansa ahmt mit dem Modell den Konkurrenten Ryanair nach, dessen Flugzeuge europaweit mit einer irischen Lizenz unterwegs sind, unabhängig vom Einsatzort.

Unterdessen hat die nach zwei Flugzeugkatastrophen angeschlagene Fluggesellschaft Malaysia Airlines Tausenden Mitarbeitern gekündigt. „Wir sind praktisch pleite“, sagte der deutsche Airline-Chef Christoph Müller am Montag in Kuala Lumpur. „Ich bin betrübt darüber, dass wir uns von 6000 Menschen trennen müssen“, sagte der Manager und dankte allen Beschäftigten für ihre „enormen Dienste“. Der Niedergang habe bereits vor den beiden schweren Flugzeugunglücken 2014 mit Hunderten Toten begonnen. Allen 20 000 Beschäftigten von Malaysia Airlines sei gekündigt worden, sagte Müller. 14 000 hätten jedoch ein Angebot für eine Weiterbeschäftigung beim Neustart erhalten. Die Mitarbeiter sollten innerhalb von zwölf Tagen entscheiden, ob sie bleiben wollen.

Malaysia Airlines schreibt nach zwei Abstürzen hohe Verluste. Im März 2014 verschwand Flug MH370 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos. Im Juli desselben Jahres stürzte Flug MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur über dem Kriegsgebiet Ostukraine ab, vermutlich nach Raketenbeschuss. Insgesamt kamen 537 Menschen ums Leben.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.