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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Jahresbilanz: LzO behauptet sich in schwierigem Umfeld

20.02.2016

Oldenburg Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) kann trotz eines herausfordernden Marktumfeldes mit Niedrigstzinsen und stark zunehmenden regulatorischen Anforderungen auf ein solides Geschäftsjahr zurückblicken. Wie die LzO am Freitag mitteilte, lag der Jahresüberschuss für 2015 wie im Vorjahr bei 20 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende Gerhard Fiand sprach von einem „ordentlichen Ergebnis“.

Scharfe Kritik äußerte der vierköpfige Vorstand um Fiand sowie Michael Thanheiser, Jürgen Rauber und Olaf Hemker am Zinskurs der Europäischen Zentralbank und EZB-Präsident Mario Draghi. „Ich habe überhaupt kein Verständnis für die Politik von Herrn Draghi“, sagt Fiand. Die „Abschaffung“ des Zinses mache den Sparkassen mit ihrem Geschäftsmodell schwer zu schaffen.

Fiand warnte auch vor den Folgen der Vergemeinschaftung der Einlagensicherungssysteme in Europa: „Wir brauchen keine Haftungsunion. Wer Risiken eingeht, muss auch selbst dafür haften.“

Der stabile Jahresüberschuss bei der LzO wurde u.a. gespeist von einem um 3,1 Millionen auf 46,5 Millionen gewachsenen Provisionsüberschuss. Als „außergewöhnlich gutes Ergebnis“ bezeichnete es Fiand, dass es trotz der Niedrigzinsphase gelungen sei, auch den Zinsüberschuss als wichtigste Ertragssäule leicht um 0,5 Millionen Euro auf 167,8 Millionen Euro zu steigern. Demgegenüber stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten um 3 Millionen auf 141,7 Millionen Euro, wobei Fiand darauf hinwies, dass hier auch Aufwendungen von 1,8 Millionen Euro für die neue EU-Bankenabgabe und die neu geregelte Einlagensicherung erhalten seien.

Die 20 Millionen Euro aus dem Jahresüberschuss sollen für die Stärkung der Eigenkapitalbasis verwendet werden. Kürzlich aufgekommenen Forderungen der Jungsozialisten (Jusos) im Kreis Cloppenburg, die LzO-Eigentümer an den Überschüssen finanziell zu beteiligen, begegnete er kritisch. In dem mit vielen Risiken verbundenen Marktumfeld müsse die Eigenkapital-Stärkung im Vordergrund stehen. Fiand zeigte sich optimistisch, dass sich auch der Verwaltungsrat nicht von „populistischen“ Strömungen leiten lassen werde.

Im täglichen Geschäft der LzO wuchsen die Einlagen der Kunden 2015 um 2,6 Prozent auf 6,56 Milliarden Euro. Bei den Krediten stieg der Bestand um 3,8 Prozent auf 6,91 Milliarden Euro. Neue Bestmarken habe die LzO beim Absatz von Wertpapieren, beim Bausparen und im Leasinggeschäft erzielen können.

Während man bei den Firmenkunden mit einem Plus von einem Prozent“ „leicht hinter den Planzahlen zurückgeblieben“ sei, habe die LzO bei den Privatkunden mit einem Plus von 4 Prozent gut zulegen können. „Träger des Aufschwungs ist der Konsum, das schlägt sich auch bei uns nieder“, sagte Fiand.

Thanheiser betonte, dass die LzO sowohl in der Fläche als auch in Online- und Telefonserviceleistungen weiter investieren werde. In diesem Jahr gebe es u.a. Baumaßnahmen in der neuen Regionaldirektion Wesermarsch mit Filiale Brake, den Filialen in Oldenburg-Osternburg, Kirchhatten, Hude und Ramsloh sowie einen neuen Standort in Friedrichsfehn, der 2017 eröffnet werden soll. Am Filialnetz selbst (116 Standorte) seien ansonsten 2016 keine größeren Änderungen geplant. Die Zahl der Mitarbeiter blieb 2015 mit 1665 (minus 14) nahezu konstant.

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Gut angenommen werde auch das 2014 eingerichtete Kunden-Service-Center. Bei den 35 bankfachlich ausgebildeten Beratern gingen monatlich 35 000 bis 40 000 Anrufe ein, so Thanheiser.

Änderungen kündigte der LzO-Vorstand bei den Preismodellen im Privatkundenbereich an. Viele Details müssten zwar noch ausgearbeitet werden, bereits klar sei aber, „dass es außerhalb des Jugendmarktes kein preisfreies Konto mehr geben wird“, so Fiand. Das bislang kostenlose reine Online-Konto dürfte also Ende 2016 wegfallen.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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