Oldenburg - Die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) steuert offenbar auf eine gute, von Wachstum geprägte Jahresbilanz für 2015 zu. Man sei „mit dem bisherigen Geschäftsverlauf sehr zufrieden“, hieß es am Dienstag in einer Rückschau, die auf den ersten elf Monaten basiert. „In einem Bankenjahr mit besonderen Herausforderungen konnten wir auf den wichtigen Geschäftsfeldern weiter wachsen und unsere Marktposition verbessern“, sagte Vorstandsvorsitzender Gerhard Fiand.

Demnach konnte die Landessparkasse – nicht typisch für die Branche insgesamt – ihr Kreditgeschäft kräftig ausweiten: Bis Ende November wuchs das Volumen um 4,4 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Treiber bei den Privatkunden seien Wohnungsbau- und Konsumentenkredite. „Lebhaft“ sei auch das Geschäft mit Firmenkunden und Öffentlichen Haushalten.

Auf der Einlagenseite spürt auch die LzO den Trend zu kurzfristigen Anlageformen wie Tagesgeld. Das sehr niedrige Zinsniveau beeinflusse das Anlegerverhalten. Dennoch sei der Bestand um zwei Prozent auf rund 6,5 Milliarden Euro gewachsen.

Zugleich investierten LzO-Kunden mehr in Wertpapiere und Fondsanteile, oft über Depots beim Partner Deka. „Die gestiegene Nachfrage bestätigt, dass die Kunden bereit sind, von den Chancen an den Börsen zu profitieren und weiter an intelligenten Wertpapier-Lösungen mit höheren Renditechancen und Kapitalschutz interessiert sind“, kommentiert der Vorstand.

„Sehr gut“ sei das Immobiliengeschäft gelaufen, mit „erfreulichen“ Steigerungsraten bei vermittelten Objekten und der Courtage. Allerdings: Ein Bremsfaktor sei bei starker Nachfrage ein Mangel an Objekten. Die Nachfrage beim Bausparen (mit dem Partner LBS) sei ungebrochen.


In der täglichen Arbeit sei das neue zentrale Kunden-Service-Center „gut angenommen“ worden, so die LzO. Es ist telefonisch, per E-Mail, Chat oder Video montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr zu erreichen. Die Erreichbarkeit der LzO sei gegenüber Filial-Zeiten spürbar gestiegen.

Auch mit der Ertragslage zeigte sich der LzO-Vorstand „zufrieden“. Es werde ein Jahresüberschuss auf Vorjahreshöhe (20 Millionen Euro) erwartet. Vier Millionen Euro flossen aus verschiedenen Töpfen in Stiftungen und Projekte der Region in den Bereichen Soziales, Kunst, Kultur, Umwelt, Sport und Wissenschaft.

LzO-Chef Fiand wagte bereits einen Blick in die Zukunft: „Wir werden in 2016 unseren erfolgreichen und soliden Wachstumskurs weiter fortsetzen.“ Die regionale Rahmenbedingungen und das eigene Geschäftsmodell böten „gute Voraussetzungen“.