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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bilanz: LzO kritisiert Politik der niedrigen Zinsen

21.02.2015

Oldenburg Der neue Vorstandsvorsitzende Gerhard Fiand kann bei der Landessparkasse zu Oldenburg (LZO) eine Tradition seiner Vorgänger fortsetzen: Die Entwicklung von Krediten und Einlagen ist weit besser als im Durchschnitt von Niedersachsens Sparkassen, wie Fiand, seit November im Amt, am Freitag bei seiner ersten Bilanzvorlage per Grafik deutlich machte („gute Zahlen“). Klar wurde aber auch: Die Herausforderungen durch Niedrigzinsen wachsen – für die Sparer und auch für die LzO.

Die anhaltende Niedrigzinspolitik schade den Sparern, so Fiand, der auch von Enteignung sprach. Sie bedeute „nicht zu unterschätzende Folgen für die private Altersvorsorge“ und gefährde Geschäftsgrundlagen von Banken, Bausparkassen und Lebensversicherern.

Zugleich steht, wie überall im Finanzsektor, der Zinsüberschuss – die Differenz aus Kreditzinsen und Einlagenzinsen – als maßgebliche Ertragssäule unter Druck. Fiand machte mit seinen Vorstandskollegen Harald Tölle, Michael Thanheiser und Jürgen Rauber klar, dass aktiv gegengesteuert wird: mit weniger Zinssicherungsaufwand und einen „Tick mehr Risiko“ bei eigenen Anlagen etwa.

Insgesamt liege das Ergebnis 2014 „vor dem Hintergrund des historisch niedrigen Zinsniveaus und der stark zunehmenden regulatorischen Anforderungen durch EU und Aufsicht im Rahmen der Planungen und Erwartungen“, bilanzierte der LzO-Chef. Der Überschuss erreichte erneut 20 Millionen Euro.

Er wurde gespeist aus weniger Zinsüberschuss von 167,3 (Vorjahr 172,8) Millionen Euro und stabilem Provisionsüberschuss von 43,4 (43,8) Millionen Euro sowie günstigeren Bewertungen von minus 17,6 (minus 20,1) Millionen Euro.

Im täglichen Geschäft wuchsen die Einlagen bei der LzO 2014 um weitere 3,6 Prozent auf 6,39 Milliarden Euro. Der Trend bei den meist sicherheitsorientierten Kunden gehe zu kurzfristigen Sichteinlagen, erläuterte Thanheiser. Bestmarken seien beim Umsatz mit Wertpapieren und Bausparen erzielt worden. Er plädierte für mehr Offenheit für Anlage-Alternativen.

Die Kredite sanken leicht um 1,1 Prozent auf 6,66 Milliarden Euro – bei Dynamik im Wohnungsbau und Rückgang bei den liquiditätsmäßig oft sehr gut ausgestatteten Firmen. Tölle verwies aber auf Wachstum von 20 Prozent im Firmenauslandsgeschäft. Dies werde forciert. Neue Konsumkredite wurden um 13 Prozent auf 94 Mio. Euro ausgebaut.

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„Sehr erfreut“ zeigte sich die LzO über das Wachstum bei privaten Girokonten. Erstmals wurde mit einem Plus von 3,7 Prozent die Marke von 300 000 (auf 307 000) genommen. Thanheiser betonte, die Filialen blieben die wichtigsten Kunden-Anlaufpunkte. Gut angelaufen sei das neue multimediale Kundenservice-Center. Immer mehr Regionen würden angeschlossen.

2014 wurden im leicht verkleinerten Filialnetz neue Geschäftsräume in Lohne, Barßel, Obenstrohe und Harkebrügge fertig. Ein Schwerpunkt in 2015 werde der Neubau in Brake sein. Die LzO (1679 Beschäftigte/152 Azubis) betonte ihr Engagement für mehr als 800 regionale Projekte, mit 4,7 Mio. Euro.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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