Vielstedt - Eine Reise in die Vergangenheit erwartet die Besucher des Vielstedter Dreschfestes am Sonntag, 1. September. Historische Trecker und Maschinen, Buden und Vorführungen rund um das Landleben von damals hat der Verein „Frünn van de ole Landmaschin“ organisiert. Bereits zum elften Mal findet das alle zwei Jahre ausgetragene Spektakel rund um das Vielstedter Bauernhaus statt.

In diesem Jahr hat der Verein eine besondere Vorführung für die Zuschauer geplant: Ein Weizenfeld wird „wie zu Opas Zeiten“ mit einem Dreispänner gemäht. „Das ist eine Seltenheit in Deutschland“, schwärmt die Erste Vorsitzende des Vereins, Linda Alzog.

Eingeläutet wird das Fest am Sonnabend, 31. August, ab 20 Uhr mit „Danz up de Deel“. DJ Maik spielt Hits von damals und heute im historischen Bauernhaus.

Nach der zünftigen Nacht startet am Sonntag um 10 Uhr das Dreschfest. Nach der Dreigespann-Vorführung erwartet die Gäste ein weiteres Highlight: Der Deutsche Meister im Oldtimer-Pflügen, Peter Sattler aus Hude, zeigt, wie man mit historischem Gerät die perfekte Furche zieht.

Darüber hinaus gibt es auf dem Gelände hinter dem Vielstedter Bauernhaus eine Dresch-Vorführung. Ein Müller mahlt das Korn wie damals in der Mühle, bevor Bäcker Spanhacke daraus im historischen Backofen frisches Brot backt. Bei der Führung durch Bauernhaus und Spieker begegnet man einem Schuster, der seine Arbeit noch mit altem Werkzeug erledigt und Waschfrauen zeigen, wie man Kleidung auf alten Waschbrettern wäscht oder Löcher stopft. Die Kunst des Wagenradbaus führt Sven Loewen-stein vor. Unterstützt wird er dabei von der Schmiede Osterloh, die das Eisen im Feuer zum Glühen bringt und das Rad formt.


Maschinen-Fans können die von Christian Ahlers restaurierte Dampfwalze von Henschel aus dem Jahre 1951 bestaunen. Von diesem 14-Tonnen-Prachtstück gibt es nur noch ein weiteres einsatzfähiges Exemplar in Deutschland. Außerdem wird eine acht Tonnen schwere Dampfmaschine mit 25 PS ihre Arbeit verrichten.

Auch den Kindern wird ein buntes Programm geboten: Auf einem „fliegenden Teppich“ werden die Kleinen von einem Trecker über das Gelände gezogen. Tierisch geht es währenddessen im Streichelzoo zu. Außerdem darf in einer riesigen Sandkiste gebuddelt werden und in einer Matschkiste können die Kinder feuchten Torf mit ihren Füßen durchkneten – die Sonntagshose bleibt besser zu Hause.