von Hauke Fooken
Frage:Die evangelische Kirche hat den morgigen Sonntag zum Männersonntag erklärt. Warum?Hammann:
Schon vor Jahrzehnten hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erkannt, dass sie sich des Themas Männerarbeit annehmen muss. Das wurde in der Öffentlichkeit oft nur am Rande als eigenes Thema wahrgenommen. Vor allem fehlten gottesdienstliche Angebote für Männer. Der Männersonntag steht immer am dritten Sonntag im Oktober im Kalender.Frage:
Womit beschäftigen Sie sich am Sonntag im Gottesdienst?Hammann:
Morgen greifen wir die aktuelle Klimadiskussion auf und denken dabei auch über den traditionell männlich geprägten Umgang mit der Schöpfung nach. Schließlich sind es in der Mehrzahl Männer, die an verantwortlicher Stelle – in Regierungen und Unternehmen – über die Ausbeutung von Rohstofflagerstätten, die Sicherung der Energieversorgung oder Umweltschutzauflagen bestimmen.Frage:
Dürfen eigentlich auch Frauen am Gottesdienst teilnehmen?Hammann:
Natürlich! Im Prinzip feiern wir morgen einen ganz normalen Gottesdienst – bei dem dieses Mal die Männer im Mittelpunkt stehen.Morgen ist (nicht nur) in Berne Männersonntag. Pastor Ingmar Hammann beschäftigt sich ab 10 Uhr in St. Aegidius mit dem „männlich geprägten Umgang mit der Schöpfung“.
