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SPD-Urgestein Erhard Eppler ist tot
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Aktualisiert vor 10 Minuten.

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SPD-Urgestein Erhard Eppler ist tot

NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Aufbruch in ein neues Zeitalter

20.03.2019

Mainz Jetzt geht’s los. Am Dienstag hat in Mainz die Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen begonnen. Ein Überblick.

Was genau bedeutet das Kürzel 5G?

Das Kürzel steht für die fünfte Mobilfunkgeneration, die Weiterentwicklung des Standards 4G, auch LTE genannt. 5G hat es in sich: Die Übertragungsrate ist etwa 100 Mal schneller, zudem liegt die Latenz nahe null. 5G gilt als großer Satz nach vorn im Internetzeitalter.

Warum soll 5G so wichtig sein?

Die Anwendungsbereiche sind vielfältig. Beispiel Auto: Kommt ein Wagen in einer Kurve bei Glatteis ins Schleudern, ist auch das nachfolgende Fahrzeug in Gefahr. Dessen Sensoren bringen wegen der Kurve wenig. Besser wäre es, wenn das vorausfahrende Auto das Abrutschen blitzschnell an den Verkehr hinter sich meldet – dann könnten Nachfolgende noch vor der Kurve automatisch abbremsen. 5G kann so eine Echtzeit-Kommunikation ermöglichen. Auch in der Telemedizin, in Fabrikhallen oder in der Landwirtschaft könnte 5G eine wichtige Rolle spielen.

Was bedeutet die 5G-Auktion für Privatpersonen?

Wenig. Die ersten 5G-Mobilfunkverträge könnten zwar noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Dafür braucht man aber neue Smartphones, die noch in den Handel kommen müssen – die derzeit üblichen Geräte taugen nicht für 5G. Letztlich ist ohnehin fraglich, ob der ultraschnelle Übertragungsstandard überhaupt gebraucht wird von Privatpersonen.

Warum sorgt die Auktion für hitzige Gemüter?

Praktisch die ganze Telekommunikationsbranche läuft Sturm gegen die Vergaberegeln – die Netzbetreiber halten die Ausbaupflichten für überzogen. Der Präsident des Branchenverbandes Bitkom, Achim Berg, moniert, die Firmen würden „in ein Auflagenkorsett gezwungen, das die Wirtschaftlichkeit der Investitionen infrage stellt“. Auf der anderen Seite fordern Politiker noch schärfere Regeln, um überall schnelles Netz durchzusetzen.

Was genau besagen denn die Ausbauregeln?

In zwei Schritten sollen bis Ende 2022 beziehungsweise bis Ende 2024 alle Autobahnen, Bundesstraßen und wichtige Zugstrecken schnelles Internet bekommen. Außerdem sollen 98 Prozent der Haushalte bis Ende 2022 mit schnellem Internet versorgt werden.

Wie genau läuft die Auktion ab?

Start war am Dienstagmorgen. Die angemeldeten Bieter sind die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica (O2) und Neueinsteiger Drillisch. Sie geben vor Ort in dem Mainzer Technik-Standort der Bundesnetzagentur Angebote für die 41 verschiedenen Frequenzblöcke. Das ist eine langwierige Sache – die vergangenen Auktionen dauerten drei bis sechs Wochen. Grund: Die Gemengelage verschiebt sich ständig. Erst wenn auf keinen einzigen Block mehr ein Angebot abgegeben wird, ist Schluss.

Wie viel Geld fließt wohl ins Staatssäckel?

Experten rechnen mit drei bis fünf Milliarden Euro. Das Geld will der Bund in den Digitalausbau stecken. Die geradezu legendären Einnahmen aus der ersten großen Mobilfunkauktion im Jahr 2000, als rund 100 Milliarden D-Mark flossen, dürften bei Weitem nicht erreicht werden.

Und was hat der Huawei-Konzern mit 5G zu tun?

Das Unternehmen aus China liefert die Technik für den Netzausbau, sprich Sendemasten und Software. Die europäischen Anbieter Ericsson und Nokia hinken technisch hinterher. Doch ist Technik nicht alles. Australien verbannte Huawei vom Netzausbau für 5G. Begründung: Ein chinesisches Gesetz aus dem Jahr 2017, das chinesische Firmen zur Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden verpflichtet. China weist alle Spionagevorwürfe zurück. Die USA machen aber weltweit Druck. US-Botschafter Richard Grenell mahnte zuletzt, sollte Huawei-Technik beim Netzausbau in Deutschland verbaut werden, werde das Land von sicherheitsrelevanten Informationen ausgeschlossen. Die Bundesregierung reagierte empört.

Peter Riesbeck Korrespondentenbüro Berlin
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