• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Zucker im Essen soll reduziert werden

25.05.2019

Mainz Ein besserer Schutz der Verbraucher bleibt für die Politik in Deutschland ein Mega-Thema. Ob Lebensmittel- und Eierkennzeichnung, Plastikmüll, Zucker oder „Fake-Shops“: Über rund 50 Themen haben die Verbraucherschutzminister der Länder bei ihrer dreitägigen Konferenz (VSMK) am Freitag in Mainz beraten. Nicht in allen Fragen waren sie sich einig.
Lebensmittel-Kennzeichnung: Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) will die Verbraucher im Juli/August abstimmen lassen, welches das beste Modell zur Kennzeichnung von verstecktem Fett, Zucker und Salz in Lebensmitteln ist. Im Juni wolle sie mit den Ländern und Verbänden eine Handvoll Modelle dafür aussuchen.

Mit dabei sein sollen der von mehreren Ländern favorisierte Nutri-Score aus Frankreich sowie ein unter anderem wegen seiner Einfarbigkeit umstrittenes Modell der Bundesbehörde Max-Rubner-Institut. Im Spätsommer will Klöckner auf der Basis der Umfrage dem Kabinett eine Empfehlung für eine Kennzeichnung machen und sich auch nach Brüssel wenden: „Eine europaweit einheitliche Regelung wäre am besten.“
 Eihaltige Lebensmittel: Klöckner will die Kennzeichnungspflicht für unverarbeitete Eier auf eihaltige Lebensmittel wie Mayonnaise, Kuchen, Frischeinudeln und gefärbte Eier ausweiten. Sie wolle sich an die EU-Kommission wenden. Sonst werde sie Möglichkeiten auf nationaler Ebene verfolgen. Weniger Zucker: Zuckerzusatz in Babytees will Klöckner verbieten. Die Verbraucherschutzminister drängen darüber hinaus bei der Reduktion von Zucker aufs Tempo. Sie fordern die Bundesregierung auf, konkrete Reduktionsziele für Produktkategorien festzulegen, wenn es in den nächsten Monaten zu keinen branchenbezogenen Zielvereinbarungen im Sinne der Gesundheit komme. Sie wollen zudem, dass steuerliche Anreize zur Reduzierung von Zucker in gesüßten Getränken erwogen werden.
Verschwendung und Plastikmüll: Nur die Hälfte der Bundesländer will den Groß- und Einzelhandel bei der Lebensmittelverschwendung in die Pflicht nehmen, wie der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) sagte. Einen Beschluss gab es daher nicht. Die VSMK fordert aber die Hersteller und Vertreiber auf, den Einsatz von Kunststoffverpackungen zu reduzieren. Die Bundesregierung werde auch aufgefordert, die Entwicklung von nachhaltigen Alternativen zu Kunststoffverpackungen zu fördern.
Veröffentlichung von Kontrollen: Da der Bund kein einheitliches System einführen wolle, planten die Länder, diese auf den Weg zu bringen – möglichst abgestimmt, sagte die Hamburger Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). „Wir wollen selbst für Transparenz sorgen.“
 Lebensmittel aus der Region: Dieser Begriff sei unbestimmt und solle transparent formuliert werden, berichtete der Baden-Württembergs Ressortchef Peter Hauk (CDU) aus den Beratungen.
Fake-Shops: Die Minister wollen diese virtuellen, „falschen“ Läden künftig stärker kontrollieren, wie Hauk ankündigte. Das Bundesjustizministerium soll prüfen, ob eine Liste von Fake-Shops auf einer Webseite veröffentlicht werden kann. Eine Registrierung solle ermöglichen, dass Läden bei Verstößen schneller vom Netz genommen werden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.