Dötlingen - Die Baugenehmigung für die Sanierung des Lehmschuppens in Dötlingen ist bei der Dötlingen Stiftung am 1. Oktober eingegangen. Damit steht der Sanierung des Stiftungs-Projekts II nichts mehr im Wege. Mit dieser guten Nachricht konnte der Beirat der Dötlingen Stiftung jetzt aufwarten.
Wie Thea Freiberg für den Beirat erklärte, soll im Frühjahr mit den Bautätigkeiten begonnen werden. Architekt Wolfgang Behrends startet über den Herbst eine kleine Ausschreibung. Hiesige Unternehmen sollen den Zuschlag für die Sanierung erhalten. „Da keine öffentlichen Gelder in dem Projekt stecken, brauchen wir auch nicht im großen Rahmen auszuschreiben“, hob Walter Ulrich hervor.
Zur Sanierung gehören der Innen- und der Dachausbau der ehemaligen Malschule des Dötlinger Kunstmalers Müller vom Siel. Die Außenfassade wird mit freiwilligen Helfern, die auch schon die Entkernung mit einem Aufwand von rund 200 Stunden erledigt hatten, angestrebt. Dazu gehören Lehmarbeiten in dem Fachwerk.
„Obwohl wir nicht allen Forderungen des Monumentendienstes nachkommen werden, beispielsweise sollten die alten Fenster erhalten bleiben, es kommen nun aber doch neue Verglasungen zum Einbau, wird der Lehmschuppen sein Gesicht nicht verlieren“, betonte Thea Freiberg. Dafür stehen auch die Vorgaben der Denkmalpflege.
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wird zurzeit nur als „Der Lehmschuppen“ bezeichnet und ist eines der ältesten Gebäude im Ortsbild des Gold- und Silberdorfes Dötlingen.
Die Dötlingen Stiftung erwarb das Gebäude Anfang 2013 von Martin Volkmann. Danach liefen die ersten Aufräumungsarbeiten an, die von ehrenamtlichen Helfern, die sich schon bei der Sanierung des Doppel-Heuerhauses, dem Projekt I der Stiftung, verdient gemacht hatten, an.
Insgesamt wird eine Bausumme von rund 200 000 Euro veranschlagt. Zu den Planungen gehört auch die Anlegung des Gartenbereichs und einiger Parkmöglichkeiten.
Mit der Fertigstellung rechnet die Stiftung im Oktober 2014. Ab dann soll der Lehmschuppen als Malschule die-nen, aber auch als Arbeits- und Ausstellungsraum für Dötlinger Kunstschaffende. Ferner ist eine vorübergehende Aufenthaltsmöglichkeit und Arbeitsraum für auswärtige Künstlerinnen, Künstler oder Kunststudierende geplant. Freiberg: „Wir müssen uns schon jetzt an einen Belegungsplan machen, denn die ersten Anfragen sind bereits eingetroffen.“
