MANNHEIM - Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger rechnet sich bei einer schnellen Energiewende in Deutschland gute Geschäftschancen aus. Der Rückbau von abgeschalteten Atomkraftwerken würde dem Unternehmen mehr Perspektiven eröffnen als das aktuelle Geschäft mit Wartung und Instandhaltung, so Vorstandschef Herbert Bodner am Mittwoch. Auch die Renovierung stillgelegter Kohlekraftwerke, die möglicherweise für eine Übergangzeit wieder ans Netz müssten, könnte ein wichtiges Geschäft werden.
Ab Juli steht der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) an der Spitze des Konzerns. Bilfinger verdoppelte den Konzerngewinn 2010 auf 284 Millionen Euro, die Leistung stieg um 5 Prozent auf 8,123 Milliarden Euro.
