Hude - Wenn auch mit gewissen „Bauchschmerzen“, wie es sowohl Ralf Schepker (SPD) als auch Wilfried Siems (CDU) beschrieben, hat die Mehrheit im Ausschuss für Gemeindeentwicklung am Mittwoch den Satzungsbeschluss zur Bebauungsplanänderung für das Areal Marienhude auf den Weg gebracht. Nur die Grünen stimmten dagegen. Die Belange von Natur und Landschaft seien in der Bebauungsplanänderung nicht angemessen berücksichtigt, so Grünen-Ratsfrau Karin Rohde.
Mit der Änderung soll dem Investor die Möglichkeit gegeben werden, sein Vorhaben wirtschaftlich umzusetzen. In der alten, denkmalgeschützten Villa, sollen Tagespflege und betreutes Wohnen stattfinden. Am Rande des Parks sollen in drei zweigeschossigen Häusern, deren Ausführung und Lage ebenfalls mit der Denkmalbehörde abgestimmt ist, 33 Wohnungen entstehen. Die Denkmalbehörde wird bei allen Baumaßnahmen mit im Boot sein.
Ralf Schepker (SPD) stellte fest, dass man das jetzt so akzeptieren müsse. Ziel sei es gewesen, Haus Marienhude so zu verkaufen, dass es erhalten bleibe und nachhaltig saniert werde. Wilfried Siems betonte, man sei nun mehr oder weniger getrieben, die erforderliche Bebauungsplanänderung auf den Weg zu bringen.
Es gibt in Stellungnahmen der Behörden Anmerkungen, die in die Bebauungsplanänderung zum Teil mit aufgenommen werden. So hat der Landkreis festgestellt, dass ein mehr als 600 Quadratmeter großes Areal des Parks sich im Laufe der Jahre als Wald entwickelt hat. Dafür sind Ersatzmaßnahmen erforderlich.
Vier umfangreiche private Einwendungen ergeben nur eine Änderung:: Die Begründung der Planänderung wird um Aussagen zu erwarteten Verkehrsmengen ergänzt.
Durch die neuen Wohnungen sind es bis zu acht PKW in der Stunde zusätzlich, so Planer Michael Meier vom Büro NWP. Sorgfältig abgewogen wurde laut Meier das Fällen von zwölf alten Bäumen. Das werde in Kauf genommen für eine nachhaltige Innenentwicklung.
