MARKHAUSEN - MARKHAUSEN/KRF - Ein umfangreiches Zahlenwerk von Bilanzen und Umsatz kennzeichnete das Unternehmertum der Raiffeisen-Warengenossenschaft Markhausen auf der Mitgliederversammlung im Gasthof „Sieger“. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Georg Meerjans, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer Hermann Jakobs sowie die der Mitarbeiter. „Das außerordentlich gute Betriebsklima zwischen allen Ebenen wirkt sich positiv aufs Geschäft aus“, hieß es.

Jakobs bilanzierte eine Vielzahl von Daten für das zurückliegende Geschäftsjahr. Der Umsatz des Unternehmens betrug mehr als 6,3 Millionen Euro. Die Bilanzsumme wurde mit 2 050 000 Euro beziffert. Der gesamte Warenumschlag belief sich auf über 30 000 Tonnen. Damit konnte eines der besten Ergebnisse in der Unternehmensgeschichte erzielt werden. Die Eigenproduktion an Mischfutter betrug 15 500 Tonnen (davon 12 500 Tonnen Schweinefutter) und konnte damit gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Getreideankauf von Landwirten wurde auf 9500 Tonnen beziffert. Hauptumsatzträger war das Futtermittelgeschäft und erzielte mit über 70 Prozent am Gesamtumsatz eine Umsatzsteigerung. Der Düngemittelverkauf war dagegen mit rund sieben Prozent rückläufig. Der Bilanzgewinn konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, so dass den Mitgliedern eine Warenrückvergütung von 0,75 Prozent vom Bezugsumsatz gezahlt werden konnte. Im Vorjahr gab es keine Rückvergütung.

Die Genossenschaft zählt zurzeit 158 Mitglieder mit einer Haftungssumme von rund 310 000 Euro. Beklagt wurde von Jacobs, dass einige Kunden nur sehr zögerlich zahlten. Die Zahlungsbereitschaft der Genossenschaft sei jederzeit gegeben gewesen und der Ertragserlös habe sich gegenüber dem Vorjahr erhöht, resümierte der Geschäftsführer.

Bei den Teilwahlen wurde der Aufsichtsratsvorsitzende Georg Meerjans einstimmig im Amt bestätigt. Jens Poppe, Landwirtschaftsexperte eines großen Unternehmens referierte zum Thema „Landwirtschaft und Tourismus in Peru“. Seine Diaschau zeigte die Rückständigkeit der dortigen Landwirtschaft sowie das Interesse großer Agrarunternehmen aus den USA und Europa dort Ländereien zu erwerben, um mit West-Hightech kostengünstig zu produzieren.

Zum Programm der Veranstaltung gehörte ein gutes Essen und eine Tombola.