MARKHAUSEN - „Heimatverein, Landfrauenverein, Musikverein, Orts- und Heimatverein, SV Marka Ellerbrock, St. Johannes Schützenbruderschaft ...“ Wenn Ortsvorsitzender Franz-Josef Müller die Namen der Vereine in und um Markhausen aufzählt, kommt er schnell ins schwitzen. Rund 26 sind in der etwa 2300 Einwohner zählenden Ortschaft aktiv.

„Unsere Bürger sind eben sehr engagiert“, sagt der gebürtige Augustendorfer Müller. Und spendabel sind sie auch. Rund 220 000 Euro Spendengelder stifteten sie unter anderem, um Projekte in der Ortschaft realisieren zu können. So kamen umgerechnet 95 000 Euro für die neue Sporthalle, das Dorfgemeinschaftshaus und das Feuerwehrgebäudezusammen. „Die hohen Summen sind für mich auch Ausdruck eines starken Gefühls der Zusammengehörigkeit“, so Franz-Josef Müller.

Beispielhaft für das Engagement in der Ortschaft sind die „Markathaler Senioren“, die bereits diverse Bankgruppen aus Eichenholz im Ort aufgestellt haben, die zur Erholung und zum Plausch mit Nachbarn und Freunden einladen. Eine andere Seniorengruppe pflegt ehrenamtlich Grünflächen und sorgt für ein sauberes Ortsbild. Gefreut haben sich auch viele im Ort über den Einsatz zahlreicher Mitglieder des hiesigen Fischereivereins, die den alten Baggersee im Ort „vorzüglich hergerichtet haben“.

Ein Schmuckstück Markhausens ist die vom Heimatverein restaurierte Gehlenborgsche Scheune aus dem Jahr 1641. Das historische Unikat ist zugleich auch das älteste Gebäude der 1320 erstmals urkundlich erwähnten Ortschaft und ein beliebtes Ausflugsziel. Sehenswert ist aber auch der alte Gutshof der Familie Peters mit seinen sanierten Nebengebäuden.

Beliebt im Ort sind die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die in Markhausen einen leistungsfähigen Standort besitzen. Auf Landeswettbewerben des DRK konnten die Einsatzkräfte schon häufig Erfolge feiern. Für Aufsehen in der Schützenszene sorgten bereits die treffsicheren Schützen aus den Reihen der Schützenbruderschaft St. Johannes. Denn mit Wilfried Stammermann und Werner Müller stellte sie in der Vergangenheit bereits den Europa- bzw. Bundeskönig der Schützen und sorgte so für Schlagzeilen. Solche sportlichen Erfolge wie jene der Schützen werden natürlich gebührend im Ort gefeiert. „An die rauschende Feste mit über 1000 Leuten und großem Festzelt erinnern sich viele hier noch gerne zurück“, sagt Müller. Der Spaß am Feiern ist auch Ausdruck der beliebten Kirmes „Markhüser Büsiken“, die jährlich traditionell am zweiten Wochenende im Juli stattfindet.


Glücklich ist man in Markhausen auch über die vielen kleinen Läden, die sich trotz großer Konkurrenz durch Handelsketten in der Umgebung gehalten haben. So gibt es laut Müller noch Bäcker und Friseurläden, einen Lebensmittelmarkt, eine Kfz-Werkstatt und ein Schuhgeschäft im Ort. Positiv für den Arbeitsmarkt ist auch die große Zahl mittelständischer Betriebe in der Ortschaft. Davon haben sich einige – wie etwa der Kunststoffverarbeiter Fleuren oder die Firma Ideal-Heim-Bau – einen Namen auch außerhalb des Landkreises Cloppenburg gemacht. Dennoch würde sich Müller wünschen, dass der örtliche Handels- und Gewerbeverein wieder aktiv wird. Ein Ärgernis für viele Markhauser ist auch der schlechte Zustand der Straße „Franz-Sin-Damm“, die sich derzeit vorwiegend für Trecker und als Teststrecke für Geländewagen eigne.