Westerstede - „Sowas ergibt sich einfach. Das ist reiner Zufall.“ So simpel ist die Erklärung, wie ein 50,5 Kilogramm schwerer Kürbis zustande kommt. Gerold Coners aus Moorburg holte mit der fast kniehohen Gartenfrucht beim Wettbewerb des Wochenmarktes, der unter dem Motto „Wer bringt den schwersten Kürbis?“ stand, den ersten Platz. Auf einem sechs Meter hohen Komposthaufen sei dieser gewachsen. „Das ist eine sehr gute Nährstoffgrundlage“, erklärt Gerold Coners.
Seine Kontrahenten konnten sich mit ihren Kürbissen ebenfalls sehen lassen: Platz zwei belegten Anne von Lienen und Dirk Logemann, beide Kürbisse wogen 48 Kilogramm, Platz drei ging an Inge Pieper (35,4 Kilogramm). Sie alle konnten einen Preis, ein Präsentkorb, randgefüllt mit Obst, Grünkohl, Erdnusskeksen und anderen Leckereien, mit nach Hause nehmen.
„In dem Korb sind nur Produkte vom Wochenmarkt“, sagte Markthändlerin Martha Skeries – eine Spende der Wochenmarktbeschicker. Sie freute sich, dass nicht nur beachtliche Kürbisse beim Wettbewerb zusammenkamen, sondern dass auch viele Marktbesucher beim Schätzen mitgemacht haben: Auf dem Marktplatz lag ein großer Kürbis, dessen Gewicht die Besucher schätzen konnten. Die vier besten Schätzer erhielten ebenfalls einen Präsentkorb. Gewichtstechnisch konnte dieser Kürbis mit dem Gewinner nicht mithalten: Er brachte 32,7 Kilogramm auf die Waage.
Reichlich Kürbissuppe gab es ebenfalls für die Besucher – und das kostenfrei. „Wir wollten eine Gemeinschaftsaktion starten, die niemanden etwas kostet“, erklärte Hanna Staaßen. Sie und weitere Mitglieder des BICC (Believe in Christ Café) organisierten für das kostenfreie Suppe-Essen Sitzgelegenheiten, Küche und Zutaten. Interessierte konnten sich zudem das Rezept der Suppe aufschreiben lassen.
Welcher Kürbis in diesem Jahr besonders gut ankam, konnte Gemüsehändler Christian Schuer beantworten: „Die großen Einmachkürbisse sind nicht mehr so stark gefragt. Viel mehr kaufen die Kunden den roten Hokkaidokürbis.“ Mit dem Verlauf des Wochenmarktes zeigte er sich zufrieden. „Die Resonanz und die Beteiligung war da. Außerdem hatten wir Glück mit dem Wetter.“ Und er überlegt jetzt schon, welche Aktion im kommenden Jahr gestartet wird. „Mal sehen. Vielleicht wieder etwas mit Kürbissen.“
