Ganderkesee - Die „volle Hütte“, die Gantermarkt-Vorsitzender Thorsten Rosowski sich bei der Herbstmarkt-Eröffnung gewünscht hatte, gab es am Wochenende in Ganderkesee nur zeitweise. Im Ortskern tummelten sich die Massen (allerdings auch nicht ganz so viele wie in vorherigen Jahren), doch auf dem Festplatz herrschte zumindest am Freitag und Sonnabend gähnende Leere.
Entsprechend unzufrieden äußerten sich am Sonntagmittag diverse Schausteller: Bei Standgebühren von mehr als 200 Euro lohne sich das Geschäft nicht, hieß es. „Ich hatte an zwei Tagen insgesamt 350 Euro Umsatz“, klagte der Besitzer eines Imbissstandes, davon müsse er Energie- und Personalkosten noch abziehen. Der gute Besuch am Sonntagnachmittag stimmte die meisten Marktbeschicker allerdings versöhnlich.
Die Musik-Veranstaltungen auf der Piazza erwiesen sich auch nicht als Zugnummern: Am Sonnabend verloren sich ein paar Dutzend Zuschauer vor der Bühne, der Frühschoppen am Sonntag fand praktisch nicht statt, obwohl das Tuka-Trio tapfer die leere Piazza beschallte. „Die Musiker taten mir leid“, sagte Markt-Organisator Thomas Beneker. Nun sei zu prüfen, an welchen Stellschrauben gedreht werden könne, um dem Markt kontinuierlich mehr Besucher zu bescheren.
Während an der Raiffeisenstraße die Bilanz recht enttäuschend ausfiel, waren Kaufleute und Organisatoren im Ortskern eher zufrieden. Der verkaufsoffene Sonntag lockte zahlreiche Kunden in die Geschäfte. Auch der TSV Ganderkesee und die regioVHS freuten sich über gute Resonanz auf ihre Aktionen beim gemeinsamen Gesundheitstag auf dem Friedrich-Bultmann-Platz, ebenso Klimaschutzmanager Lars Gremlowski und die 16 Aussteller, die beim Klima-Markt auf dem Marktplatz über Energiesparen, nachhaltige Mobilität und regionale Ernährung informierten.
