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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Autoindustrie: Maßgeschneiderte Folien schützen neue Autositze

02.10.2014

Steinfeld Sie kommen zwar in großen Stückzahlen von der Rolle, aber eine Einheitsware sind sie schon lange nicht mehr: die Schutzfolien, die bei der Protact GmbH in Steinfeld (Landkreis Vechta) zugeschnitten, gestanzt und verschweißt werden. Sie werden genutzt, um Autositze beim Einbau in Neuwagen zu schützen. Und dabei gibt es eine Menge zu beachten, denn nicht nur jeder Hersteller braucht andere Folien, sondern jedes Modell.

„Die Konfektionierung der Folien für den Neuwagenmarkt wird mehr und mehr zu unserem Hauptgeschäft“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Zerhusen. Bis zu 1000 Muster schneiden er und seine Mitarbeiter per Hand zu, bis sich ein Hersteller für eine bestimmte Folie entscheidet. Denn die verlangen mehrere Muster, die sich in ihrer Produktion bewähren müssen.

Je nach Sitz und Automodell seien andere Folien nötig, sagt Zerhusen. Manche Autohersteller wollen eine Lasche, die sich bei der Montage um den Greifarm einer Maschine legt, andere wollen eine Tasche, in der sich etwa Schrauben transportieren lassen.

„Außerdem ist es wichtig, dass sich die Folien leicht von den Polstern abziehen lassen – und dabei nicht etwa Schmiermittel, die zum Sitzverstellen notwendig sind, auf den Polstern verteilen“, sagt Zerhusen.

Ein weiteres Problem ist die Frage der Haptik. Wird mit der Folie mit Handschuhen oder bloßen Händen gearbeitet, muss sie andere Eigenschaften haben.

Die Folien werden für namhafte deutsche und internationale Autobauer hergestellt. Welche Marken es sind, will Zerhusen wegen der großen Konkurrenz auf dem Markt nicht mitteilen.

Auch für Werkstätten in Südeuropa werden in Steinfeld Folien zugeschnitten, gestanzt und auch bedruckt. Dort sind Folien mit den Aufdrucken der jeweiligen Automarke sehr beliebt. In Deutschland setzten die Werkstätten immer mehr auf Folien ohne Aufdruck. Firmen aus Fernost drängen immer stärker auf diesen Markt, erläutert Zerhusen. „Wir setzen auf die Individualisierung“, sagt er. Vor allem mit der Spezialisierung auf den Bereich der Autositzhersteller richtet sich das Unternehmen auf die Zukunft aus. Doch dafür waren und sind neue Maschinen notwendig.

„Das sind Investitionen, die Mondi damals nicht mittragen wollte“, sagt Zerhusen. Doch genau darin sah der damalige Geschäftsführer die Zukunft – und kaufte die 90 Prozent der Anteile, die der Papier- und Verpackungsmittelhersteller Mondi mit Doppelsitz in London und Südafrika hielt. Für dieses sogenannte „Management-Buy-Out“ hat er sich mit drei stillen Teilhabern zusammengetan.

Bereits 1994 hatte Zerhusen – damals mit dem Unternehmen Nordenia – den Betrieb Autocover gegründet. Mehrmals wechselte der Hauptgesellschafter, Zerhusen blieb und stellte seit damals Schutzfolien her. Schon davor war er kaufmännisch in der Branche tätig. Mittlerweile beschäftigt er 22 Mitarbeiter.

Maximilian Müller Volontär / NWZ-Redaktion
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