MEDERNS - MEDERNS - „Das Verhältnis zu den Deichbauern ist gut – wir reden miteinander und haben Verständnis für die Probleme des jeweils anderen.“ Mederns’ Dorfsprecher Harald Evers ist zufrieden: Die Firma Möbius, die die Deichbaumaßnahmen am Elisabethgrodendeich ausführt, nehme die Sorgen der Medernser ernst, sagt er.
Zwar rollen täglich 400 Laster von der Kleiabbaustelle nördlich von Hohenkirchen zur Deichbaustelle durch den Ort, „aber sie halten sich an alle Abmachungen“: Tempo 30 werde von den Baustellen-Lastern eingehalten – „die Einheimischen dagegen ignorieren die Schilder“ – und ein Baustellen-Unimog sorge für halbwegs saubere Straßen. „Wir haben uns mit dem Lkw-Verkehr abgefunden – müssen eben damit leben“, sagt Evers.
Auf Einladung der Baufirma Möbius besuchten gestern rund 30 Medernser das Kleiabbaugebiet, die Deichbaustelle in Höhe der Deichschäferei und anschließend das Camp der Deichbauer in der ehemaligen Geschützstellung, wo die Baufirma zum Grillen eingeladen hatte. Bauleiter Christian Ulrich erklärte den Medernsern den Stand der Arbeit und wie es weitergeht.
Noch bis Anfang Oktober sind die Deichbauer zugange, rund 2000 Kubikmeter Klei werden täglich verbaut – ab spätestens Mitte Oktober dann haben die Medernser vorerst wieder Ruhe vom Baustellenverkehr. Zumindest für eine Weile, denn der nächste Lärm und Belästigungen stehen dann mit den Bauplänen des niederländischen Investors Hennie van der Most für einen Motorsportpark und mit dem Bau von fünf Windkrafträdern an, befürchten die Medernser.
„Beim Deichbauverkehr hat man uns ja doch ordentlich behandelt“, meint Evers. Er hoffe, das bleibe auch so.
