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Mensch Des Jahres Mediziner erliegt der Magie der Bäume

Wildeshausen - Als „Herrn der Bäume“ könnte man Dr. Volker Kuhlmann auf den ersten Blick betiteln. Seit 1998 kümmert er sich für die Rotarier intensiv um den „Garten der Bäume“ in der Kreisstadt. Nun ist Kuhlmann im Rahmen der Aktion „Mensch des Jahres“ vorgeschlagen worden. Er fühlt sich der Natur in tiefem Maße verbunden.

Das Naturschutzprojekt „Arboretum“ des Rotary Clubs Wildeshausen ist Allgemeinmediziner, der im Juli seinen Ruhestand antrat, mehr als nur ein Projekt. Die Wurzeln dafür liegen in der eigenen Kindheit, denn in Dötlingen lernte Kuhlmann den Umgang mit der Natur von Kindesbeinen an zu schätzen. Er wurde 1944 in Bassum geboren. Die Familie wohnte in Dötlingen zunächst auf den Hof Ahlers. Am Ende des Krieges sorgte Vater Kuhlmann (er hatte im Krieg ein Bein verloren) für das eigene Haus. Unter Entbehrungen und großem Aufwand, beeinträchtigt durch die Kriegsverwundung, schaffte es der Vater aus einem ehemaligen Toilettengebäude am Rittrumer Kirchweg ein Eigenheim zu bauen.

„Schon damals faszinierte mich die gewaltige Dorfeiche“, erinnert sich Kuhlmann zurück, der zusammen mit seinem Bruder hier die Kindheit verbrachte. Aber auch das Fällen und von Bäumen lernte er kennen, Baumrodungen beim Anlegen der neuen Ortsdurchfahrt. „In Dötlingen habe ich sehr viel Natur erleben können. Das hat geprägt.“

„Garten der Bäume“

Nach seinem Staatsexamen 1980 folgten Tätigkeiten als Chirurg, Gynäkologe und schließlich als Allgemeinmediziner mit einer eigener Praxis in Wildeshausen. Nach der beruflichen Festigung blieb auch wieder Zeit, sich an die Jugendjahre vermehrt zu erinnern. Daraus entstand 1996/1997 die Idee, den „Garten der Bäume“ entstehen zu lassen. Kuhlmann: „Eine Idee, die aus der Umweltsituation geprägt wurde.“

1998 war es soweit. Die Kreisstadt stellte am südlichen Stadtrand des Luftkurortes Wildeshausen dem Rotary Club eine drei Hektar große Ausgleichsfläche zur Anlage eines Arboretums zur Verfügung. Für Kuhlmann eine Art Selbstverwirklichung, denn der Magie der Bäume konnte er sich nie ganz entziehen. Mit eigenem finanziellen Aufwand, aber vor allem großen persönlichen Einsatz beseelt, machte Kuhlmann den „Garten der Bäume“ zu einem weit über die Stadtgrenzen beachteten Arboretum.


Wegenetz und Tafeln

120 Bäume sind inzwischen gepflanzt worden. Die Bezeichnungen kennt Kuhlmann bei allen Pflanzen auch mit lateinischen Namen. Ein Wegenetz wurde angelegt, Infotafeln gebaut. Und jährlich kommen neue Bäume hinzu. Jeder Rotary-Präsident pflanzt während seiner Amtszeit einen Baum. Und auch die District-Gouverneure des Serviceclubs stiften jährlich einen Baum für das Areal. Daneben unterhält Dr. Kuhlmann in Ostrittrum ein Naturgrundstück. Ein weiteres Kleinod, das es zu hegen und zu pflegen gilt.

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