Berlin - Um die Pflege alter Menschen in Deutschland kümmern sich immer mehr Pflegekräfte aus anderen EU-Ländern und sogenannten Drittstaaten. Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ stieg die Zahl der EU-Ausländer unter den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Altenpflegern im vergangenen Jahr um 19,8 Prozent. Bei den Altenpflegern aus Drittstaaten betrug der Zuwachs 13,5 Prozent. Dagegen nahm die Zahl der Beschäftigten mit deutschem Pass nur um 5,1 Prozent zu, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Nach Angaben der Bundesagentur gibt es derzeit bundesweit einen gravierenden Mangel an Pflegekräften. „Damit sich die Engpässe nicht weiter verstärken, müssen wir jetzt handeln“, sagte BA-Vorstand Raimund Becker.

„Wir müssen die Situation entschärfen, indem wir eine Doppelstrategie verfolgen: das inländische Potenzial verstärkt für diesen Beruf gewinnen und Fachkräfte aus dem Ausland anwerben.“ Großes Potenzial sieht Becker bei der Einwanderung von Pflegekräften aus asiatischen Drittstaaten, wie etwa Vietnam oder den Philippinen.