Wiesbaden - Noch nie sind in Deutschland die Menschen so häufig Bus und Bahn gefahren. Erstmals beförderten Linienbusse und Bahnen im vergangenen Jahr mehr als elf Milliarden Fahrgäste – genau 11,010 Milliarden. Das war ein Anstieg um 0,7 Prozent im Vergleich zu 2011.

Rein rechnerisch bedeuten die Zahlen rund 30 Millionen Fahrgäste täglich, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch.

Seit 2004 zeigt der Trend nach oben. Als Erklärung ziehen Fachleute unter anderem die gute Konjunktur heran – die Beschäftigung steige. Mehr Menschen fahren täglich zur Arbeit, in den Ballungsgebieten herrscht Staugefahr, Parkplätze sind rar und teuer. Umweltbewusstsein stehe nicht im Vordergrund, eher schon die gestiegenen Benzinpreise, meint Heidi Tischmann vom Verkehrsclub VCD.