Oldenburg - Der Gewerbestandort Ohmstede entwickelt sich weiter. Nachdem die Büfa vor wenigen Tagen eine Millionen-Investition in Lagerfläche an der August-Hanken-Straße angekündigt hat (die NWZ berichtete), wächst bereits wenig weiter am Westerender Weg ein großes neues Lager der Molkerei Ammerland. Auf Anfrage kündigte Armin Tjards von der Technischen Geschäftsleitung die Fertigstellung des Lagers, das auf einer fast 4000 Quadratmeter großen Fläche entsteht, noch für Ende des Jahres an.
„Das wird in erster Linie ein Kühllager für frische Milch“, sagte Tjards, „und auch ein Lager für H-Milch.“
Das Unternehmen setze damit auch konzeptionell ein Zeichen. Verstärkt investiert werde in die hochqualitativen Bereiche Weidemilch und Biomilch. „Wir setzen auf Klasse“, sagte Tjards. Damit reagiere das Unternehmen sowohl auf den extremen Preiskampf in anderen Milch-Bereichen als auch auf das Käuferverhalten: „Unsere Weidemilch und Biomilch kommen bei den Kunden sehr gut an.“ Die Weidehaltung diene auch dem Tierwohl: „Die Tiere stehen mindestens 120 Tage sechs Stunden am Tag auf der Weide, eher mehr, und sie kommen auch nicht in Anbindeställe, sondern in einen Laufstall.“
Weil das Unternehmen an der Kapazitätsgrenze ist, „wollen wir expandieren“, so Tjards. Auch am Hauptsitz in Dringenburg (Wiefelstede) wird investiert – mit Oldenburg zusammen insgesamt 33,6 Millionen Euro in diesem Jahr. Neben der verstärkten Vermarktung von Weidemilch und Weidebutter soll die Eigenmarke „Ammerländer“ international langfristig positioniert werden. Das Geschäft in den USA wird ausgebaut und künftig auch für den südamerikanischen Markt mindestens 1200 Tonnen Käse produziert, hatte die Molkerei kürzlich angekündigt. Das Unternehmen sei erfolgreich – und ein Jobmotor in der Region, sagte Tjards. Die Molkerei beschäftigt 480 Mitarbeiter, davon 70 in Oldenburg. Die Pläne führten hier zu einer weiteren Steigerung der Mitarbeiterzahl „um 10 bis 15 Prozent“, schätzt Tjards.
