Apen - „Die Reaktionen in der Bevölkerung auf unseren Workshop waren zwiegespalten“, berichtet Apens Bürgermeister Matthias Huber. Von Belustigung über Anerkennung bis Sorge um den Zustand der Verwaltung reichte das Spektrum.

Am Freitag, 12. April, hatte das Rathaus geschlossen. An diesem und am nächsten Tag hieß es für die Mitarbeiter (auch für die der Außenstellen wie Bauhof und Freibad), den Teamgeist zu stärken. Es ging ums Wir-Gefühl und das bessere Verständnis füreinander.

Das hat funktioniert. Da sind sich Susanne Remmers, Bodo ter Haseborg und Wiebke Kösters heute – gut ein halbes Jahr später – einig. Ter Haseborg und Remmers gehörten zu jener Gruppe von Mitarbeitern, die gemeinsam mit dem Oldenburger Kommunikationstrainer Ralf Miarka das zweitägige Fortbildungsprogramm entworfen hatte. Mit Wiebke Kösters zusammen haben sie die Ergebnisse aufbereitet. Und die waren positiv.

Der Umgang miteinander sei respektvoller und wertschätzender geworden. Die etwa 70 Teilnehmer des Workshops hätten nämlich intensive Eindrücke vom Arbeitsalltag des jeweils anderen gewinnen können, von seinen Problemen und seinen Freuden.

Während der Fortbildung wurde nicht nur ernsthaft diskutiert, es wurde auch viel gelacht. Bei diversen Aufgaben und Spielen ging es immer wieder um eines: Nur zusammen kommen alle weiter.


„Aus den Erkenntnissen haben wir ein Leitbild entwickelt“, berichtet Bodo ter Haseborg. Darin heißt es: „Wir sind ehrliche Teamplayer, halten zusammen und respektieren uns. Wir schätzen und vertrauen einander, sind hilfsbereit und haben Spaß.“ Susanne Remmers erläutert: „Wenn jeder das beherzigt, dann funktioniert das ,Unternehmen Apen‘ wie ein Uhrwerk. Alle Zahnrädchen greifen ineinander.“

Eine gute Kommunikation über Fachbereichsgrenzen hinaus soll dazu führen, dass die Leistung gesteigert wird, weil weniger Reibungsverluste entstehen. Damit könne die Bürgerzufriedenheit wachsen und die Außenwirkung verbessert werden. Die Umsetzung, sagt Wiebke Kösters, werde regelmäßig in den einzelnen Abteilungen überprüft. Dazu wurden sogenannte Wächter berufen. Auf vierteljährlichen Treffen wollen sie sich austauschen. Eine Wiederholung des teambildenden Seminars – dann an einem Tag – ist angedacht.

Bürgermeister Huber hat noch eine weitere Idee: „Schön wäre es, wenn sich die Ratsmitglieder der Gemeinde dem Leitbild anschließen.“ Auf der nächsten Sitzung im Dezember soll darüber gesprochen und abgestimmt werden.

Kerstin Buttkus
Kerstin Buttkus Kanalmanagement