Carolinensiel - 240 Meter Stahlrohr, 174 Meter Flacheisen, 1260 Schweißelektroden und rund 300 Arbeitsstunden: Die Weihnachtsbaumgesellschaft Carolinensiel, gegründet im April, geht die Aufstellung des schwimmenden Weihnachtsbaum in diesem Jahr hochprofessionell an.

Beim Sturm Anfang Januar war das Gestell des im Hafenbecken schwimmenden Weihnachtsbaums vollständig zerstört worden – schon bei den Winterstürmen 2013/14 hatte es schwer gelitten. „Die Reparatur im Jahr 2014 war im Nachhinein betrachtet ein Fehler. Wir haben damals bestimmt 70 Prozent des Materials wieder verwertet. Wenn man bedenkt, dass der Stahl schon 20 Jahre auf dem Buckel hatte und damals beim Bau auch schon gebraucht war, dann ist klar, dass das Material entsprechend ermüdet war“, sagt Timo Langer, 2. Vorsitzender der Weihnachtsbaumgemeinschaft.

Der Verein ist nun federführend beim Neubau: Simon Grootes hat für dieses Projekt eine Halle am alten Bahnhof in Carolinensiel zur Verfügung gestellt. Aus den Fehlern wurde gelernt: Neuer Stahl mit doppelter Wandstärke wurde angeschafft. Ein Statiker hat das Gestell auf Herz und Nieren geprüft, seine Verbesserungsvorschläge werden nun umgesetzt.

Aus diesem Grund wird der Baum in diesem Jahr auch nicht mehr eine Höhe von 18 Metern haben. „Weniger ist mehr“, sagt Vorsitzender Jochen Schmidt: „Was bringt uns ein immer größerer Baum, wenn man in ständiger Angst leben muss, dass er die Weihnachtszeit nicht übersteht.“

Die Arbeiten laufen schon auf Hochtouren. Denn am 28. November soll der schwimmende Weihnachtsbaum ins Becken des Museumshafen gesetzt werden.


Nur Dank zahlreicher Spenden aus dem Jahr 2014 und der Einnahmen des eintägigen Weihnachtsmarkts ist der Neubau überhaupt möglich. Hinzu kommt eine Spende des Bade- und Verkehrsvereins über 400€ Euro. Kassenwartin Andrea Pampuch hofft deshalb auf gutes Wetter zum Aufbautermin am 28. November 2015. Denn ohne die Einnahmen aus dem Weihnachtsmarkt können die nötigen Rücklagen nicht geschaffen werden.