Sande - Der Windpark Sande zwischen Autobahn und Ems-Jade-Kanal soll weiter modernisiert werden. Windpark-Betreiber Maximilian Graf von Wedel will die noch bestehenden sieben Altanlagen mit einer Nabenhöhe von 80 Metern zurückbauen lassen und durch drei moderne, größere und leistungsstärkere Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von rund 130 Metern ersetzen.
Zu diesem im Fachjargon „Repowering“ genannten Ausbau- oder Modernisierungsverfahren hat von Wedel bei der Gemeinde Sande vor wenigen Tagen die Einleitung des entsprechenden Bauleitverfahrens beantragt. Der Fachausschuss „Bauen, Planen und Umwelt“ berät das Thema in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause am Dienstag, 8. September, ab 17 Uhr im Rathaus.
Rat überzeugen
Wie berichtet, wurde der Windpark am Ems-Jade-Kanal ursprünglich mit 14 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von jeweils 750 Kilowatt eingerichtet und ist inzwischen in zwei Teilabschnitten modernisiert worden. So drehen sich dort aktuell sechs neue und größere Windkraftanlagen neben sieben Altanlagen.
Zum etwaigen weiteren Ausbau der Windenergienutzung in Sande wurde 2014 eine Potenzialstudie für das Gemeindegebiet erstellt. Die Untersuchung ergab, dass in Sande dafür lediglich zwei Flächen in Betracht kommen. Nach derzeitigem Sachstand besteht jedoch keine Chance, auf diesen Flächen weitere Windparks zu errichten, da andere Belange dieser Nutzung eindeutig entgegenstehen, heißt es in der Sander Gemeindeverwaltung. Deshalb beabsichtigt der Windparkbetreiber nun einen weiteren Ausbau im bestehenden Windpark.
Maximilian Graf von Wedel sieht für die Entwicklung des Windparks einige positive Nebeneffekte. So werde die Anzahl der Windräder deutlich reduziert. Alle neuen Windräder werden dem Nabenhöhen-Niveau der bereits erneuerten Anlagen angepasst. Es verschwinde somit das „unruhige Bild“, das sich derzeit noch durch die verschieden hohe Anlagen ergebe. Zudem sei die Rotordrehzahl bei den neuen Anlagen deutlich niedriger als bei den alten Anlagen. Der Gesamteindruck des Windparks werde deutlich ruhiger. Zudem, so von Wedels Argumentation, erhöhe sich durch den Austausch der Anlagen die Schallbelastung nicht.
Bürger beteiligen
Maximilian Graf von Wedel erklärte zudem, dass er an die Idee seines im Juli vergangenen Jahres verstorbenen Vaters Karl-Georg Graf von Wedel anknüpfen wolle und in enger Abstimmung mit dem Gemeinderat wieder eine Bürgerbeteiligung am Windparkausbau vorsehe.
