Berlin - Die gute Wirtschaftslage und der hohe Bedarf an Fachkräften lassen nach einer Umfrage die Zufriedenheit in deutschen Büros und Werkshallen auf Bestwerte steigen. Die Sorge um den Arbeitsplatz schwindet und die Motivation steigt, wie aus einer Erhebung der Beratungsfirma Gallup hervorgeht.
45 Prozent der Beschäftigten meinen nach der Umfrage, dass sie fester im Sattel sitzen als im Vorjahr. Der Anteil derer, die um ihren Job zittern, hat mit 8 Prozent einen Tiefstand erreicht. Das Vertrauen in die finanzielle Zukunft des eigenen Unternehmens erreichte den besten Wert in zehn Jahren.
„Die Mehrheit der Beschäftigten ist durchaus zufrieden“, sagte Studienautor Marco Nink. „Aber es besteht nach wie vor Handlungsbedarf.“ Die emotionale Bindung der Beschäftigten an ihre Arbeitgeber habe sich zwar leicht verbessert: 83 Prozent fühlten sich ihrem Unternehmen zumindest gering verbunden. 17 Prozent (Vorjahr: 24 Prozent) haben dagegen innerlich gekündigt und fordern deshalb besondere Aufmerksamkeit.
Den Rückgang führt Nink auf besseres Führungsverhalten zurück. Aber längst nicht alle Vorgesetzten bänden ihre Untergebenen in Entscheidungen ein oder gäben ihnen das Gefühl, dass sie zum Unternehmenserfolg beitragen. „Mitarbeiter werden zwar weniger demotiviert, aber durch Führungsverhalten noch lange nicht zu Höchstleistung angespornt.“
