Hatterwüsting - In der Frage, wie künftig der Voßbergweg und die Dorfstraße in Hatterwüsting nach einer Sanierung aussehen sollen, setzt die Gemeinde nach der Bürgermeisterwahl auf Transparenz und Kommunikation. Über eine Befragung der Anlieger und Bürgerinitiative soll vor weiteren Entscheidungen ein Meinungsbild erstellt werden.

Das ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. Einstimmig verabschiedete das Gremium eine entsprechende Beschlussempfehlung. Bürgermeister Christian Pundt deutete am Mittwochabend an, dass er daran denkt, neben einem schriftlichen Fragebogen auch eine Online-Befragung einrichten zu lassen. Nachdem die Bürgerinitiative eigenständig ein Angebot für die Gesamtsanierung der beiden Straßen eingeholt hat, liegen mittlerweile drei Varianten auf dem Tisch: der von der Bürgerinitiative kritisch gesehene Ausbau als 40-Tonnen-Straße (zum Teil mit Rad- und Fußweg, wie vom Entflechtungsgesetz gefordert), die Gesamtsanierung und eine Teilsanierung.

Neben der Traglast und dem Flächenverbrauch unterscheiden sich die drei Varianten vor allem auch bei den Kosten. Bei einer konservativ geschätzten Förderquote von 65 Prozent müsste die Gemeinde für den Ausbau nach dem Entflechtungsgesetz voraussichtlich 1,1 Millionen Euro zahlen, Anliegerbeiträge fielen keine an. Eine Teilsanierung kostete die Gemeinde 685 000 Euro, Anlieger hätten 293 000 Euro zu zahlen. Im Falle einer Gesamtsanierung beliefe sich die Kostenverteilung nach Angaben der Gemeindeverwaltung auf 971 000 Euro (Kommune) und 416 000 Euro (Anlieger). Darin noch nicht enthalten seien – im Gegensatz zu den beiden Alternativen – die Planungskosten.

Baumgutachter Uwe Steenken gab für die Dorfstraße Entwarnung. Stichproben deuten darauf hin, dass die amerikanischen Eichen nicht unmittelbar unter der Fahrbahn wurzeln. Selbst bei Arbeiten am Straßenkörper bis etwa 70 cm Tiefe würden sie keinen Schaden erleiden.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten