Schortens - Die Blutbahnen und die Hautschicht hat Günter Hülsmann aus roten Klinkersteinen gefräst, das Skelett ist in grauem Granit dargestellt. Auch Magen und Darm, Herz und Nieren, Lungenflügel und Luftröhre, Gehirn und einzelne Sinnesorgane kann man als medizinischer Laie erkennen. 3,50 Meter lang ist der aus Mosaiksteinen zusammengesetzte Mensch im Gesundheitsgarten des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) in Schortens. Ringsherum sind sieben Themenbeete mit allerhand Heilpflanzen angelegt worden.
Gemeinsam mit einigen der zahlreichen Sponsoren des Projektes hat Bernd-Uwe Janssen vom Umweltzentrum und Leiter des Projekts den Gesundheitsgarten am Dienstag eröffnet. Die Themenbeete wurden mit fachlicher Beratung der Kräuterexpertin Heike Duden aus Jever angelegt und sind den Organen zugeordnet, in denen sie ihre hauptsächliche Wirkung entfalten.
So wachsen Lungenkraut und Spitzwegerich im Beet „Lunge und Atemwege“ und Melisse und Fenchel sprießen im Themenbeet „Magen und Darm“, Fingerhut und Maiglöckchen im Herz- und-Kreislauf-Beet. In weiteren Beeten wachsen Kräuter zur Stärkung des Immunsystems oder von Haut und Knochen oder gegen Beschwerden Niere und Blase.
Nutzen sollen den Gesundheitsgarten, so der RUZ-Projektleiter, Schulklassen aller Altersstufen und Oberstufenkurse im Rahmen von Unterrichtsprojekten, aber auch Teilnehmer von Kursen der Erwachsenenbildung. Auch für Apotheker, Ärzte und Heilpraktiker bei Fortbildungen mit den regionalen Verbänden könne er sich eine Visite im RUZ-Gesundheitsgarten vorstellen.
„Ziel ist, den Besuchern zu zeigen, dass die Natur vielfältige pflanzliche Wirkstoffe bereithält, die dem menschlichen Körper helfen können, Krankheiten selbst zu heilen“, sagt Janssen. Schüler werden in dem Gesundheitsgarten zum Beispiel Pflanzenextrakte, Salben und Öle herstellen.
Zur Umsetzung des Projekts werden rund 5000 Euro benötigt. Mehrere örtliche Unternehmen, Vereine und Stiftungen haben das Projekt finanziell unterstützt: die Landessparkasse zu Oldenburg und die Philipp-Orth-Stiftung in Jever, die Sparkassenstiftung Harlingerland in Wittmund, Bürgerverein und Fresenia Loge Jever, die Gemeindebürger Ostiem, der Heimatverein und AG 60plus Schortens sowie Ingrid Krug als Einzelspenderin. Den Mosaik-Menschen fertigte Günter Hülsmann aus Dötlingen an.
