NWZ
als Mensch des Jahres vorgeschlagen.Der Missionsbasar besteht bereits seit 1980, seit 1984 wird er federführend von Mechthild Bramlage organisiert. Der Erlös der Aktion geht an zwei Projekte in Afrika – eins in Südafrika, eins in Malawi. Jedes Jahr werden im Wildeshauser Waltberthaus am letzten Sonntag vor dem ersten Advent Handarbeiten, Gestecke und vieles mehr verkauft.
Das Engagement von Mechthild Bramlage geht aber weit über den einen Tag hinaus. Anfang März beginnt sie wieder mit einer Gruppe Frauen, sich alle 14 Tage zu treffen. Eins ist ihr dabei besonders wichtig: „Die anderen engagieren sich auch sehr stark.“ Als Organisatorin muss sie sich aber beispielsweise um Stoffe und Garn kümmern und einteilen, wer die Runde mit Kaffee und Kuchen bereichern kann.
Das Resultat der Arbeit bekommt sie per Post aus Afrika zu sehen. Die beiden Ordensschwestern, denen der Erlös übermittelt wird, schicken dann Bilder von den Kindern, denen geholfen werden konnte oder Berichte vom Bau einer Schule. „Es ist mir ganz wichtig, zu sehen, was unsere Arbeit bewirken kann“, sagt Mechthild Bramlage.
Ein Problem gibt es allerdings bei der Arbeit für den Missionsbasar: Es fehlt der Nachwuchs. Schon vor zwei Jahren habe die 69-jährige Mechthild Bramlage angefangen, gezielt bei jüngeren Frauen für die Arbeit zu werben. Doch richtig eingestiegen ist noch keine von ihnen – Mechthild Bramlage ist eine der jüngsten Frauen in dem Handarbeitskreis.
Sie selber ist ein gutes Beispiel für Engagement. Neben dem Basar war sie 16 Jahre lang im Pfarrgemeinderat aktiv und hat 20 Jahre lang die Wildeshauser Kleiderkammer im „Haus Felicitas“ geleitet, bis diese (auch für sie) überraschend geschlossen wurde.
Sie gibt aber für den Basar weiterhin volles Engagement – auch wenn die Zeit immer weniger wird, wie sie zugibt. Denn mit fast 70 Jahren wolle sie einen Teil ihrer Zeit den Enkelkindern widmen. Aber vom Sticken und den anderen Handarbeiten hält sie auch das nicht ab.
