Sande/Friedeburg - Die Paddel- und Pedalstation in Sande gehört zu den besucherreichsten Stationen im Verbund des bis in die Niederlande (Blauwestad bei Winschoten) reichenden und fast 270 Kilometer langen Paddel- und Pedalnetzes.
„Gemeinsam mit der Nachbarstation in Friedeburg bildet Sande dabei eine starke Achse auf dem Ems-Jade-Kanal“, sagt Arno Ewen, der bei der Touristik GmbH Südliches Ostfriesland Fachbereichsleiter für Paddel und Pedal ist. Beide Stationen haben nun einen neuen Betreiber: Den Bezirksverband Oldenburg (BVO), der im Oldenburger Land Einrichtungen überwiegend für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen betreibt. Am Montag wurde mit dem BVO der neue Betreiber der beiden östlichsten Paddel- und Pedal-Stationen in Friedeburg vorgestellt.
Der BVO will die Stationen mit Bewohnern aus dem Wohnheim in Sande und des Wohnheims an der Friedenstraße in Wilhelmshaven unter Aufsicht und Anleitung der Betreuer betreiben, sagt die Leiterin beider Häuser, Bettina Werner. Die Wilhelmshavener werden sich um die Station an der Wassermühle in Hesel kümmern, die Sander um ihre Station in Sande.
Dass der BVO die Stationen übernimmt, kam bei den Bürgermeistern, den Touristikern und auch bei Landrat Sven Ambrosy – der auch Vorsitzender des BVO ist– sehr gut an. „Hier wird Inklusion gelebt“, sagte Ambrosy. Je nach Wetter und erwartetem Besucherandrang werden die Stationen täglich von 9 bis 18 Uhr mit zwei bis sechs Personen besetzt sein. Saisonbeginn ist am 15. April (Karsamstag), Saisonende ist je nach Wetterlage voraussichtlich Mitte Oktober.
Der BVO betreibt im Oldenburger Land 18 Einrichtungen für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen, so die stellvertretende Verbandsgeschäftsführerin Karin Harms. Der BVO ist in der Pflege und in der Eingliederungshilfe tätig, ambulant und stationär. Hauptaufgabe sei Hilfe bei seelischen Beeinträchtigungen.
Mit der Übernahme der Paddel- und Pedalstationen verhelfe man den Bewohnern zu einer geregelten Tagesstruktur, zu einer sinnvollen Aufgabe und fördere den Kontakt zu Menschen. „Davon können nur beide Seiten profitieren“, so Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg.
