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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Nach Moorbrand Bei Meppen: Naturschützer beklagen große Schäden

04.09.2019

Meppen Die Aufarbeitung der Umweltschäden auf dem Waffentestgelände der Bundeswehr im Emsland vor einem Jahr wird nach Einschätzung von Umweltschützern und Kommunen noch eine ganze Weile dauern. „Das wird noch eruiert“, sagte der jetzige Kreisrat und künftige Landrat des Emslandes, Marc-André Burgdorf (CDU), auf die Frage, wie stark das Gebiet ökologisch gelitten habe. Auch die Regionalleiterin des Naturschutzbundes Deutschlands (Nabu) in Meppen, Jutta Over, rechnet mit Schwierigkeiten bei der Wiederherstellung der unter Naturschutz stehenden Moorflächen. Sie bezweifele, dass sich alle durch den Brand zerstörten Lebensräume wieder so herstellen lassen, wie sie vorher waren, sagte sie.

Der Moorbrand von Meppen

Am 3. September 2018 wurde bei einem Raketentest auf dem Bundeswehrgelände bei Meppen ein Moorbrand ausgelöst, erst am 10. Oktober konnte er gelöscht werden. Zeitweise herrschte Katastrophenalarm in der Region. Die Rauchwolke zog zwischenzeitlich übers Oldenburger Land hinweg bis nach Bremen. Die Bundeswehr musste auf die Mithilfe von Feuerwehren aus ganz Niedersachsen zurückgreifen, um den Brand in den Griff zu bekommen.

Am 22. August hätten Naturschützer erstmals seit dem Brand zusammen mit der Bundeswehr eine Begehung der kompletten Brandflächen im Kerngebiet unternommen. Im Osten des Geländes sei die streng geschützte Moorheide auf 400 Hektar komplett zerstört worden. „Da kommen jetzt nur noch Pappelschösslinge hoch – das hat uns schon sehr entsetzt“, sagte Over. Am Westrand sei der Eindruck besser als im Osten. Dort sei das Feuer relativ schnell drüber gelaufen, und es sei auch nasser. Dort sehe es so aus, als ob sich die Biotope wieder erholen würden.

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Insgesamt ist das Naturschutzgebiet fast 4000 Hektar groß. Im Zentrum gebe es ein 40 bis 50 Hektar großes Hochmoor, das noch wachse. Es sei damit das größte noch wachsende Hochmoor Nordwestdeutschlands. „Gerade mit Blick auf den Klimaschutz müsste man alle Kräfte bündeln, es zu erhalten“, so Over.

Insgesamt verhalte sich die Bundeswehr sehr transparent, sagte die Nabu-Regionalleiterin. Man dürfe nicht vergessen, dass der Schießbetrieb auch die Natur in ihrer jetzigen Form erhalten habe. Die Bundeswehr habe schon ein erstes Wiedervernässungsprojekt auf den Weg gebracht: „Das hat uns sehr gefreut.“

Auch der Landkreis Emsland rechnet damit, dass es noch eine ganze Zeit dauern wird, bis die Umweltschäden durch den Moorbrand komplett festgestellt worden sind. Es sei ein Schaden an der Biodiversität entstanden, und es sei auch Kohlendioxid freigesetzt worden, sagte Burgdorf. Die Bundeswehr müsse nun genau berechnen, wie viel des klimaschädlichen Gases damals freigesetzt wurde.

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